Pressesprecherin von Donald Trump: „Wenn er geschlagen wird, schlägt er zurück!“

Sarah Huckabee Sanders springt derzeit für Sean Spicer als Trumps Pressesprecher ein. (Bild: AP Photo)

Auge um Auge, Zahn um Zahn – nach dieser Devise scheint Donald Trump zu verfahren. Anstatt Kritik und Vorwürfe an sich abperlen zu lassen, reagiert der mächtigste Mann der Welt immer wieder nach dem gleichen Muster: Er stichelt zurück, schreibt oftmals gar beleidigte Tweets. Dass diese Reaktionen keine versehentlichen Ausrutscher sind, hat nun erstmals seine Pressesprecherin bestätigt: „Wenn er geschlagen wird, schlägt er zurück!“

Seit Mai springt Sarah Huckabee Sanders immer öfter für den regulären Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, ein. Nun wurde die 34-Jährige von einem Reporter gefragt, warum Donald Trump so scharf gegen Medienvertreter und Journalisten schieße. Dabei ging es insbesondere um einen Tweet, in dem der Präsident vor einigen Tagen die Moderatoren der „NBC“-Frühstückssendung „Morning Joe“ angriff.

Trump twitterte am 29. Juni: „Hab’ gehört, dass Morning Joe schlecht über mich redet. Wie kommt es dann, dass die Niedrig-IQ-Crazy-Mika zusammen mit Psycho Joe drei Nächte in Folge um Neujahr herum zu mir nach Mar-a-Lago kamen und unbedingt bei mir sein wollten? Sie blutete schlimm wegen eines Face-Liftings. Ich hab Nein gesagt!“

Noch nie in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika hat ein amtierender Präsident öffentlich ein solch vulgäres Statement abgegeben. Deshalb sprach ein Reporter Trumps Pressesprecherin darauf an. Doch die verteidigte ihren Boss: „Ich denke, das amerikanische Volk hat jemanden gewählt, der tough und smart und ein Kämpfer ist. Ich glaube, es verwundert niemanden, dass er Feuer mit Feuer bekämpft.“

Die beiden Moderatoren Mika Brzezinski und Joe Scarborough setzen sich in ihrer Sendung regelmäßig kritisch mit der Politik und den Aussagen des US-Präsidenten auseinander. Dass dieser nun mit einem Kommentar unter der Gürtellinie reagierte, ist für viele ein weiterer Meilenstein in Trumps Präsidentschaft – und das nicht im positiven Sinne.