Presse: "Je schlechter Portugal, desto größer Ronaldo"

Cristiano Ronaldo traf gegen Marokko zum vierten Mal im zweiten Spiel

Das Team von Portugal wird kritisiert, aber der Superstar gefeiert: Cristiano Ronaldo dominiert die Schlagzeilen der Sportmedien nach seinem vierten WM-Tor im zweiten Spiel gegen Marokko (1:0).

Die portugiesischen Medien gingen mit dem Fußball-Europameister nach dem schmeichelhaften 1:0 gegen Marokko scharf ins Gericht. "Schwaches Spiel mit viel Leiden", schrieb Expresso. Siegtorschütze Cristiano Ronaldo wurde von der Marca indes gewürdigt: "Alle Scheinwerfer sind auf CR7 gerichtet." - Die internationalen Pressestimmen:
   
Portugal - Marokko (1:0)   

Portugal

Correio de Manha: "Ronaldos Tor gibt Portugal einen wichtigen Sieg in einem Spiel mit viel Leiden. Portugal wirkte apathisch."

Expresso: "Schwaches Spiel mit viel Leiden. Cristiano Ronaldo entschied einmal mehr. Vom Rest der Selecao Nacional sah man nicht viel."

Publico: "Die selben Probleme, übertüncht von Patricio und Ronaldo. Der Film gegen Spanien wiederholte sich. Die Selecao lag schnell vorne, verlor aber umgehend die Kontrolle."

Record: "Aus wenigem viel gemacht."

A Bola: "Wer sonst? Ronaldo führt Portugal zum Sieg im Luschniki."
   
Marokko

Aujourd'hui Le Maroc: "Marokko verlässt das Turnier mit erhobenem Haupt. Die Mannschaft darf wütend auf das Glück sein, das sich bei vielen Gelegenheiten gegen sie gewendet hat."


Spanien

Marca: "Alle Tore der Selecao tragen seinen Stempel. Cristiano gewinnt die Spiele jetzt alleine. Alle warten auf Messi, Neymar, Hazard... aber es ist seine WM. Alle Scheinwerfer sind auf CR7 gerichtet."
   
Argentinien

Ole: "San Cristiano Ronaldo. Je schlechter Portugal spielt, desto größer ist Ronaldo. Das Team verteidigte nicht gut, und schaltete nicht sauber in den Angriff um. Aber sie hatten das Tier CR7, um ein Spiel zu gewinnen, das sie nicht hätten gewinnen sollen."
   
England

Telegraph: "Portugal ist ein Team, das glücklich damit ist, jeden Vorsprung zu verteidigen, den Ronaldo ihnen verschafft. Es ist eine Mannschaft, die nur dann eine Führung abgeben wird, wenn ihnen die Finger einzeln abgeschnitten werden."


Iran - Spanien (0:1)
   
Spanien

Marca: "Auch das Knie zählt. Costa trifft per Abpraller, und der Videobeweis macht Irans Tor rückgängig. Trotz des Sieges war der Gesamteindruck beim Unentschieden gegen Portugal besser. Spanien hat gegen den Iran seine Hausaufgaben gemacht, doch das Achtelfinale muss noch unter Dach und Fach gebracht werden."

AS: "Tabellenführer dank des Abprallers. Diego Costas Glückstreffer rettete Spanien. Zum Ende des Spiels musste Spanien leiden, als der Iran aus seinem Versteck kam. In der ersten Halbzeit versuchte Spanien vergeblich, den iranischen Geldtransporter zu überfallen. Die zweite Halbzeit wurde ein gefährlicher Schusswechsel. Spanien rettete das gute Auge des Linienrichters."

Sport: "Der Iran wurde im Laufe des Spiels immer mehr zum Albtraum. Ezatohalis Abseitstreffer ließ für einen Moment viele den Atem anhalten. Irans Taktik war ultrakonservativ, Spanien fand kaum Räume, um sein bekanntes Spiel zu entfalten. Es bedarf einer Leistungssteigerung, wenn man bei der WM ganz vorne mit dabei sein will."

El Mundo Deportivo: "Spanien leidet, damit die iranische Mauer fällt. Diego Costa wird per Abpraller zum Dosenöffner. Eine ultradefensive Taktik des Iran machte Spanien in allen Belangen das Leben schwer. Diego Costa war diesmal der Glückspilz."