Presse: Festnahme-Pläne in Australien in sozialen Netzwerken veröffentlicht

Vor der Festnahme eines mutmaßlichen nordkoreanischen Agenten in Australien hat es laut einem Medienbericht eine peinliche Panne gegeben. Wie die Zeitung "The West Australian" am Dienstag berichtete, wurden Details wie der Zeitpunkt des geplanten Zugriffs drei Tage vor der Festnahme in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Die Bundespolizei bestätigte, dass versehentlich ein Ausschnitt eines Gesprächs zwischen Ermittlern auf dem Polizei-Account der Live-Video-Plattform Periscope übertragen wurde.

Grund sei eine Überprüfung der Social-Media-Technik gewesen, erklärte die Polizei. Laut dem Zeitungsbericht gab es zu dem Livestream auch einen Link im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zwar sei der Tweet schnell gelöscht worden, aber auf Periscope sei der Mitschnitt online geblieben und von 40 Nutzern angesehen worden.

Es könne von Glück gesprochen werden, dass nicht der Name des Verdächtigen genannt worden sei, schrieb die Zeitung, die sich das Gespräch nach eigenen Angaben selbst anhörte.

Der Verdächtige, ein 59-jähriger Australier koreanischer Abstammung, war am Samstag in einem Vorort von Sydney festgenommen worden. Die australischen Behörden vermuten, dass er Raketenteile und Technologien auf dem Schwarzmarkt verkaufen wollte, um unter Umgehung der internationalen Sanktionen Geld für Pjöngjang zu sammeln.