Prenzlauer Berg: Mietsteigerung im Corona-Lockdown: Selfie-Museum vor dem Aus

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Berlin.  Sprünge ins Bällebad, posieren im Konfettiregen, kuscheln mit einem Lama aus Plüsch – das Selfie-Museum „The Wow Gallery“ in Prenzlauer Berg versucht sich erst seit wenigen Monaten als Kulisse für Social-Media-Fotos zu etablieren. Aber jetzt hat der Gründer Torsten Künstler schon den zweiten Lockdown in der Corona-Krise binnen zehn Monaten zu verkraften – und erhielt pünktlich zur erneuten Zwangsschließung im November eine Mieterhöhung von der Gewobag.

Um mehr als 50 Prozent hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümerin des früheren Kaufhauses an der Greifswalder Straße ihre Mietforderungen angehoben, beklagt Künstler. Das war zwar vertraglich vereinbart, ist aber für den kleinen Betrieb ohne Einnahmen durch Eintrittsgeld ruinös. „Wir sind eiskalt abgeblitzt“, ärgert sich der Betreiber über die gescheiterten Verhandlungen. Nach der Insolvenz des Kinos Colosseum droht Prenzlauer Berg in der Krise nun schon die zweite Kultureinrichtung zu verlieren. Künstler sieht sich und 16 Mitarbeiter in einer dramatische Lage und sagt: „Wir sind kurz vor der Schließung.“

Selfie-Museum in Prenzlauer Berg fällt durch die Raster der Corona-Hilfen

Auf Anfrage der Berliner Morgenpost bestätigt eine Gewobag-Sprecherin die Darstellung des Selfie-Museums. Sie schreibt: „Es ist korrekt, dass gemäß der mit dem Betreiber vertraglich vereinbarten Mietstaffel die Miete ab Mitte November erhöht wurde. Wir möchten hinzufügen, dass wir unserem Mieter entgegengekommen sind und für das erste Jah...

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