Premier League: Für Klopp wird es in England ungemütlich

Jürgen Klopps Platz auf der Trainerbank des FC Liverpool könnte bald unbequem werden.

Liverpool.  Jürgen Klopp war sichtlich bedient. "Das macht mich krank", sagte der Teammanager des FC Liverpool, nachdem seine Reds mit dem 0:2 (0:0) im englischen Ligapokal bei Leicester City den ersten möglichen Titel in dieser Saison verspielt hatten. "Wenn du solche Tore kassierst, macht es das Leben richtig schwer", klagte Klopp. Die Abwehrprobleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die bald zweijährige Amtszeit des Deutschen, eine Besserung ist nicht in Sicht.

In 73 Ligaspielen unter Klopp hat Liverpool 91 Gegentore hinnehmen müssen – das sind vier mehr als unter seinem vielkritisierten Vorgänger Brendan Rodgers. Klopps Punkteschnitt ist entsprechend auch geringer (1,81 zu 1,93). Liverpools jüngste Auftritte seien "lächerlich" gewesen, urteilte die englische Fußball-Legende Alan Shearer in ihrer "Sun"-Kolumne am Montag. "Ich frage mich, was er (Klopp) auf dem Trainingsplatz macht, wenn sich dieselben Abwehrfehler Woche für Woche wiederholen."

Klublegende Hamann sieht keine rosige Zukunft

So auch am Dienstagabend. Zwar genießt der Ligapokal nicht die höchste Wertschätzung, und Klopp bot in der Drittrunden-Partie eine B-Elf ohne Emre Can, Roberto Firmino oder Rekordeinkauf Mohamed Salah auf. Das Aus schmerzte Klopp dennoch. Die Medien werfen ihm inzwischen vor, das altbekannte Problem ignoriert und keinen Abwehrchef verpflichtet zu haben. Der Klub warb intensiv um den Niederländer Virgil van Dijk vom FC Southampton, doch als der Transfer gescheitert war, gab es keinen Plan B. "Es räch...

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