Preise an der Zapfsäule stiegen noch nie so stark wie im März dieses Jahres

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Zapfsäule an einer Tankstelle (AFP/MIGUEL MEDINA) (MIGUEL MEDINA)

Die aktuellen Preissteigerungen an der Zapfsäule sind vergleichbar mit früheren Krisen - jedoch war der Anstieg noch nie so stark wie jetzt vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs. Das hat das Statistische Bundesamt in einer Analyse der Preisentwicklung für Erdöl und Mineralölprodukte sowie Erdgas in den vergangenen 50 Jahren ergeben. Das Fazit: Die Preise stiegen zuletzt stärker als während der beiden Ölkrisen 1973/1974 und 1979/1980 sowie der Finanzmarktkrise 2008/2009.

Als Berichtsmonat diente der März dieses Jahres. In dem Monat mussten private Verbraucherinnen und Verbraucher an den Tankstellen durchschnittlich 41,9 Prozent mehr für Superbenzin und 62,6 Prozent für Diesel zahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Kraftstoffe insgesamt waren 47,4 Prozent teurer. Leichtes Heizöl war fast zweieinhalb Mal so teuer (plus 144 Prozent) wie im März 2021.

In keiner der früheren Krisen war der Anstieg der Verbraucherpreise für Kraftstoffe im Vorjahresvergleich höher als im vergangenen Monat, wie es weiter hieß. In der ersten Ölkrise verteuerten sich die Kraftstoffpreise binnen eines Jahres auf dem Höhepunkt um 32 Prozent, in der zweiten Ölkrise waren es 28 Prozent und während der Finanzkrise war die Zeit von deutlichen Schwankungen geprägt.

hcy/pw

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