Praktische Tipps für angehende Bitcoin-Investoren

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Von James Yeo

In den vergangenen zwei Jahren waren Bitcoins wegen ihrer kometenhaften Wertsteigerung das Gesprächsthema Nummer eins. Allein im Vorjahr schoss der Preis um rund 1.000 Prozent in die Höhe, von 594 Euro auf aktuell 5.942 Euro.

Es versteht sich von selbst, dass immer mehr Anleger daran interessiert sind, in die digitale Währung zu investieren und den neuen Trend zu Geld zu machen. Wenn Sie in Sachen Bitcoins noch Anfänger sind, haben wir hier einige hilfreiche Tipps für Sie:

1) Suchen Sie einen verlässlichen Broker

Sowohl für Händler als auch für Anleger gibt es viele Tauschplattformen für Kryptowährungen, doch es ist nicht einfach, den richtigen Broker zu finden.

Je nach Ihren Anforderungen und Erwartungen spielen bei der Wahl der gewünschten Börse unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Wenn Sie etwa zum ersten Mal investieren, sollten Sie sich einen Broker suchen, bei dem sie Ihr Geld als Depot hinterlegen können.

Die meisten Tauschplattformen überprüfen Ihren Account, bevor Sie Ihr Geld einzahlen können. Versuchen Sie daher als erstes, eine Tauschplattform in Ihrem Land zu finden, wo Sie das Geld von ihrem Bankkonto in digitale Währung umtauschen können. Einige Beispiele sind Coinbase, Gemini und CoinHako.

Danach müssen Sie sich bei einem anderen Broker anmelden, der eine große Bandbreite verschiedener Währungen anbietet, denn viele Plattformen beschränken sich auf Ethereum und Bitcoin. Suchen Sie also nach einer Tauschplattform mit vielfältigen Möglichkeiten, da Sie Ihr Portfolio so flexibler erweitern können.

Zudem sollten Sie eine Tauschplattform mit hoher Liquidität suchen, da hier ein Markt mit einer großen Zahl von Käufern und Verkäufern dahintersteht, wodurch auch Sie leichter kaufen und verkaufen können.

2) Entwickeln Sie eine Strategie

Selbst wenn Sie neu im Geschäft mit Kryptowährungen sind, gibt es eine einfache Regel, die jeder Investor kennt: man braucht eine klare Strategie.

Um das Risiko effektiv zu steuern, ist es wichtig, eine Strategie zu entwickeln. Wollen Sie die Kryptowährung nach dem Kauf langfristig behalten oder für schnelle Gewinne damit handeln? Je nachdem, wie Sie diese Frage beantworten, wird auch ihre Herangehensweise sehr unterschiedlich sein.

Und noch etwas: Angesichts der gewaltigen Volatilität von Kryptowährungen ist es vermutlich schlau, nicht das gesamte Vermögen zu investieren. Wir würden Ihnen raten, nur jenen Anteil Ihres Finanzvermögens zu investieren, den Sie auch zu verlieren bereit sind (ja: gewaltiges Risiko = gewaltiger Profit).

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3) Informieren Sie sich über Wallets und 2FA

Um die Welt der Bitcoins betreten zu können, benötigen Sie eine virtuelle Geldbörse, auch Wallet genannt. Hierbei handelt es sich um eine App, die man auf das Smartphone oder auf den Computer laden kann.

Was viele Leute allerdings nicht wissen: es gibt auch Hardware Wallets für Kryptowährungen. Dabei handelt es sich um kleine Geräte, die man an das Handy oder den PC anschließen kann und die einen privaten Zugangsschlüssel erzeugen, der dafür sorgt, dass Ihr Account nicht gehackt werden kann, wenn Ihr Gerät im Offline-Modus ist. Beispiele für Hardware Wallets sind Ledger Nano S und TREZOR.

Ich habe auch viele traurige Geschichten über Investoren gelesen, die ihr Geld an Hacker verloren haben. Daher empfehle ich das Hinzufügen einer weiteren Sicherheitsschranke namens „Zwei-Faktor-Authentifizierung“, kurz: 2FA.

2FA ist eine zweistufige Identitätsabfrage, die nicht nur den Nutzernamen und das Passwort abfragt, sondern auch das Passwort vom Smartphone des Nutzers abfragt. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines Identitätsdiebstahls gemindert und Ihr digitales Kapital wird geschützt.

4) Informieren Sie sich über ICOs

Zu guter Letzt: Sie haben als angehender Bitcoin-Investor vielleicht schon von Initial Coin Offerings (ICOs) gehört. ICOs haben 2017 einen gewaltigen Beliebtheitsschub verzeichnet und in nur einem Jahr über 1,7 Milliarden Euro gesammelt! Millionen von Investoren, die den großen Ansturm auf Bitcoins verpasst haben, versuchen jetzt über ICOs ein Stück vom Bitcoin-Kuchen zu bekommen.

Aber was genau sind ICOs? Sie funktionieren wie ein Mechanismus, bei dem die Leute Geld für ihr Projekt oder Unternehmen sammeln können, indem sie digitale Wertträger – „Tokens“ – im Tausch gegen Ethereum oder Bitcoins verkaufen. Das Prinzip ähnelt einem Börsengang, bei dem Unternehmen Anteile verkaufen, um neue finanzielle Mittel zuzuführen.

Es gibt allerdings auch viele Unterschiede. Bei ICOs werden Bitcoins manchmal von Unternehmen verkauft, die ihr Produkt noch nicht entwickelt haben, sondern lediglich eine Idee präsentieren.

Wenn Sie diese Coins kaufen, müssen Sie also darauf spekulieren, dass die Projekte Erfolg haben werden.

Zusammenfassung

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Anlage in Bitcoins und/oder Kryptowährungen und die Anlage in traditionelle Aktien und Anleihen zwei Paar Schuhe sind. Wenn Sie diese Tipps und Infos befolgen, befinden Sie sich allerdings in einer besseren Ausgangsposition, um sich im Krypto-Universum zurecht zu finden.