Präsidentenwahl in Mali: Stimmen werden ausgezählt

Bei der Präsidentenwahl in Mali läuft derzeit die Auszählung der Stimmen.

Als Favorit gilt Amtsinhaber Imbrahim Boubacar Keïta. Es wäre seine zweite Amtszeit.

Seine bisherige Bilanz gilt als dürftig. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, außerdem wird ihm Korruption vorgeworfen.

Einige Beobachter gehen deshalb davon aus, dass der wichtigste Herausforderer, Oppositionsführer Soumaïla Cissé, genügend Stimmen für eine Stichwahl bekommen könnte. Insgesamt treten 23 Kandidaten gegen Keïta an.

Acht Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Allerdings war die Beteiligung gering. Laut Beobachtern lag das auch an der Furcht vieler Bürger vor islamistischen Anschlägen auf Wahllokale.

In einem Dorf im Norden des Landes musste ein Wahllokal nach einem Granatenangriff zeitweise geschlossen werden.

Andernorts fand die Wahl aus Sicherheitsgründen gar nicht erst statt. Mitarbeiter der EU-Beobachtermission forderten eine Liste geschlossener Wahllokale.

Cecile Kyenge, die Leiterin der Mission, sagte: "Das ist wichtig für uns wegen der Transparenz, denn Transparenz, Nachvollziehbarkeit und vor allen Dingen Integrität haben bei dieser Wahl Priorität."

Erste Wahlergebnisse sollen Ende der Woche vorliegen.