Prächtige Kauflaune zum Singles' Day beschert chinesischen Online-Händlern Milliardenumsatz

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Festival im chinesischen Hangzhou zum Singles' Day 2020
Festival im chinesischen Hangzhou zum Singles' Day 2020

Von Kaufzurückhaltung ist in China derzeit keine Spur mehr: Zu Beginn des sogenannten Singles' Day am Mittwoch zeigten sich die chinesischen Verbraucher trotz Corona-Krise aus Sicht von Analysten unverändert konsumfreudig. Die Onlinehändler können demnach beim weltgrößten Shopping-Event auch in diesem Jahr Milliardenumsätze erwarten. 

Der Einzelhandel in China entwickle sich wieder weitgehend auf das Vorjahresniveau und die Pandemie beschleunige den Boom des Onlinehandels in China noch, erklärte Melanie Sanders, Handelsexpertin der Beratungsgesellschaft Bain & Company. "Wir erwarten ein weiteres sehr, sehr starkes Jahr, einen weiteren Rekord."

Der Singles' Day dürfte daran auch in diesem Jahr einen erheblichen Anteil haben. Das Forschungsunternehmen Intelligence Unit der britischen Wochenzeitung "Economist" erwartete, dass der Aktionstag die Erholung des Einzelhandels im letzten Jahresquartal antreibt.

Der Singles' Day war 2009 vom chinesischen Online-Riesen Alibaba ins Leben gerufen worden, nach dem Vorbild des sogenannten Black Friday der US-Internetwirtschaft. Inzwischen übersteigt er diesen bei den Umsätzen deutlich. 

Das weltweit größte Rabatt-Event im Handel findet jährlich am 11.11. statt. Mit Sonderangeboten bei sämtlichen Produkten von Elektronik über Lebensmittel bis Kosmetik sollen die vielen Unverheirateten des Landes über ihre Einsamkeit hinweggetröstet werden, so die ursprüngliche Botschaft. Die großen chinesischen Onlinehändler wie Alibaba, JD.com und Pinduoduo treiben den Kaufrausch mit ihrer Rabattschlacht an.

Alibaba startete damit nicht erst am eigentlichen Aktionstag, sondern bereits am 1. November. Bis zum Start des eigentlichen Singles' Day verzeichnete der Internetgigant so bereits Verkaufserlöse von umgerechnet rund 48 Milliarden Euro (372 Milliarden chinesische Yuan). Im vergangenen Jahr waren es am Singles' Day selbst umgerechnet etwa 33 Milliarden Euro gewesen.

dwo/muk