Pound bekräftigt Fernbleiben bei Olympia-Schlussfeier

Pound bekräftigt Fernbleiben bei Olympia-Schlussfeier

IOC-Mitglied Richard Pound hat sein Vorhaben bekräftigt, aus Protest gegen die IOC-Entscheidung im russischen Dopingskandal der Olympia-Schlussfeier am 25. Februar in Pyeongchang fernzubleiben. "Als ich erfuhr, dass die Möglichkeit besteht, dass die Russen mit Fahne und Teamkleidung zugelassen werden können für die Schlussfeier, habe ich entschieden: Ich bleibe nicht", sagte der Kanadier im ZDF: "Das ist der einzige Protest, den ich einlegen kann."
Anfang Dezember hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) das russische NOK wegen systematischen Dopings bei den Winterspielen 2014 in Sotschi suspendiert, sauberen russischen Athleten aber unter gewissen Bedingungen den Start bei Olympia in Südkorea unter olympischer Flagge und Hymne erlaubt. Sollten sich die russischen Sportler in Südkorea an Auflagen des IOC halten, könnten sie bei der Abschlussfeier wieder unter der russischen Flagge einlaufen.
"Mich hat das sehr überrascht, persönlich kann ich das nicht akzeptieren. Sie haben nichts eingeräumt, nichts anerkannt, sie haben sich aggressiv gezeigt, dauernd Beschwerde eingelegt gegen jede Entscheidung", sagte Pound: "Das wäre ein grober Fehler, das falsche Signal. Auch dass das IOC gesagt hat, wir schauen mal, wie sie sich verhalten, macht keinen Sinn. Das muss auf den Tisch."
Aussagen, Pound habe ohnehin schon länger geplant, früher aus Pyeongchang abzureisen, widersprach er: "Nein, ich muss nicht früher abreisen. Es gab keine Verpflichtungen, keine festen Absprachen."