Massentierhaltung: Streit um 37.000 Brandenburger Schweine

Dicht gedrängt stehen Schweine im Stall eines Mastbetriebes unweit von Frankfurt (Oder)

Potsdam.  Die Massentierhaltung erregt die Gemüter in Brandenburg. In den vergangenen Jahren sind immer mehr – meist staatlich geförderte – Mastbetriebe im Land entstanden, Kritiker bemängeln fehlenden Tierschutz und eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Das Potsdamer Verwaltungsgericht hat nun am Montag über die Klage von Umweltaktivisten und Tierschützern gegen eine geplante Schweinemastanlage in Haßleben (Uckermark) verhandelt. Ein niederländischer Unternehmer will in Haßleben eine Schweinemastanlage mit 37.000 Plätzen errichten. Der Streit um die Anlage zieht sich seit fast 14 Jahren durch verschiedene Instanzen der Bürokratie, es besteht eine Genehmigung des Landes, die aber wegen der rechtlichen Streitfragen derzeit nicht umgesetzt werden kann. Das Projekt liegt auf Eis.

"Der Widerspruch richtet sich gegen die Genehmigung insgesamt und gegen Formfehler", sagt der Naturschutzreferent des Bundes für Naturschutz (BUND) in Potsdam, Axel Heinzel-Berndt. Nach Auffassung der Umweltschützer vom BUND, dem Naturschutzbund (Nabu) und dem Deutschen Tierschutzbund verstößt die Brandenburger Nutztierverordnung gegen das Grundgesetz. Außerdem seien im Verfahren für die umstrittene Mastanlage erhebliche Fehler begangen worden, so dass die Genehmigung nicht hätte erteilt werden dürfen, argumentiert der BUND.

Kritik am Verhalten der Brandenburger Landesregierung

Das sehen die Befürworter der Anlage anders. "Für den Betrieb muss keine Grünfläche neu versiegelt werden", sagt Frank Skomrock von der Interes...

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