Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erhält neue Doppelspitze

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) wird ab Ende September von einer neuen Doppelspitze geführt. Der schwedische Erdsystemforscher Johan Rockström wird gemeinsam mit dem deutschen Ökonom Ottmar Edenhofer die Leitung des weltweit renommierten Instituts übernehmen, wie das Kuratorium des PIK am Freitag beschloss. Gründungsdirektor Hans Joachim Schellnhuber zieht sich nach 25 Jahren aus Altersgründen zurück.

Die Doppelspitze soll das mehr als 300 Mitarbeiter starke Instituts gleichberechtigt leiten. "Wir bringen zwei sich perfekt ergänzende Ansätze zusammen, und diese Kombination hat es so noch nie gegeben: Das Konzept der Planetaren Grenzen der Belastbarkeit des Erdsystems mit dem Konzept der globalen Gemeinschaftsgüter", sagte Edenhofer. "Damit verbinden wir Risikoforschung und Lösungsforschung, von global bis lokal." Edenhofer gehört bereits als Stellvertreter Schellnhubers der Leitung des PIK an.

Rockström nannte die Auswirkungen des Klimawandels eine "fundamentale Herausforderung". Die Sicherung der Lebensgrundlagen könne nur gelingen, "wenn Atmosphäre, Ozeane und Wälder als globales Gemeinschaftsgut nachhaltig bewirtschaftet werden". Das PIK sei "in einer einzigartigen Position, um als weltweit führendes interdisziplinäres Institut der Forschung zu Klimafolgen und Nachhaltigkeit diese Herausforderung anzugehen".

Schellnhuber sagte, das PIK erweise sich mit der künftigen sozial-naturwissenschaftlichen Doppelspitze "einmal mehr als Pionier im internationalen Forschungssystem".