Potsdam: Eine Hamburgerin für Brandenburgs Schulen

Britta Ernst

Potsdam.  Britta Ernst (SPD) wird neue Bildungsministerin in Brandenburg. Die 56-Jährige Hamburgerin war bis zum Juni dieses Jahres Ministerin für Schule und berufliche Bildung in Schleswig-Holstein. Sie ist seit 1998 mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz verheiratet. Zuvor hatte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag seinen Rücktritt aus privaten Gründen erklärt. Ernst soll am Donnerstag im Brandenburger Landtag ernannt werden.

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Britta Ernst", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag, nachdem sich die neue Ministerin den Fraktionen vorgestellt hatte. "Sie ist mit Herz und Seele Bildungspolitikerin und kann parteiübergreifend Konsens schaffen." Baaske hatte Ernst als seine Nachfolgerin vorgeschlagen.

Die gebürtige Hamburgerin hat in den vergangenen Jahren mehrere bildungspolitische und Parteiaufgaben übernommen. Sie war 14 Jahre lang Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, unter anderem als schulpolitische Sprecherin und Parlamentarische Geschäftsführerin.

Der Hamburger Schulfrieden zwischen CDU, SPD und Grünen 2010 mit dem Ziel kleinerer Klassen und der Einstellung von rund 1000 Lehrern zusätzlich geht vor allem auf die Initiative der damaligen Oppositionspolitikerin zurück. Kaum war die SPD 2011 zurück an der Macht im Rathaus und Ernsts Ehemann Olaf Scholz mit ihrer Stimme zum Bürgermeister gewählt worden, verließ sie die Bürgerschaft.

2012 bis 2014 arbeitete sie als SPD-Fraktionsgeschäftsführerin im Bundestag, ...

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