Potsdam: Der verregnete Sommer macht den Bienen zu schaffen

Staatssekretär Thomas Kralinski (l.) und der Hobbyimker und Sprecher des Landesverbandes Brandenburgischer Imker, Holger Ackermann

Potsdam.  Was er der deutschen Botschaft in London als Gastgeschenk mitbringen will, steht für Staatssekretär Thomas Kralinski schon fest. Honig aus Potsdam möchte er zur Brandenburg-Präsentation im Oktober mitnehmen. Und hofft, dass Imker Holger Ackermann die Gläser rechtzeitig gefüllt bekommt. "Nach viel Linde und ein wenig Kastanie wird der Honig schmecken", schätzt Ackermann. Der Sprecher des Landesverbands Brandenburgischer Imker zeigt auf Winter- und Sommerlinde, unter denen die beiden Bienenstöcke stehen.

60.000 Bienen umfassten die zwei Völker, als sie in diesem Frühjahr auf dem Gelände der Landesregierung in Potsdam angesiedelt wurden. Mittlerweile dürften es 100.000 sein. "Die Regierung war vorbildlich, hat kleine Wieseninseln nicht gemäht und auch den Takt des Rasenschnitts eingeschränkt", lobt Ackermann und deutet auf Schafgabe und Perserklee im Meer aus knöchelhohem Grün. Mit der Aktion soll ein Zeichen gegen das Bienensterben gesetzt, die Rolle des Insekts für die Landwirtschaft und die Artenvielfalt hervorgehoben werden.

Nicht nur der schlechten Witterung müssten die Insekten trotzen

22.000 Völker könnten die Mitglieder des Landesverbandes aufbieten. "Zu wenig", klagt Ackermann. Hinzu kämen rund 500 bis 1000 Völker von Berufsimkern und einige wenige von unorganisierten Hobbyimkern. "Der suboptimale Winter der vergangenen zwei Jahre und der durchregnete Sommer haben den Bienen in der Mark schwer zu schaffen gemacht", sagt Ackermann.

Die erste Ernte der nun auf dem Gelände der...

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