Postbankfilialen wegen Betriebsversammlung zu - Verdi macht Druck

dpa-AFX

BONN (dpa-AFX) - Bei der Postbank bleiben an diesem Mittwoch (13.9.) die meisten der bundesweit gut 1000 Filialen geschlossen. Grund seien Betriebsversammlungen, teilte die Bank am Montag mit. Bei der Postbank laufen Tarifverhandlungen, die vergangenen Montag (4.9.) in der zweiten Runde keinen Fortschritt gebracht hatten. Ein wichtiger Punkt ist die Forderung der Gewerkschaft Verdi, bei der Integration der Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank den Kündigungsschutz bis Ende 2022 zu verlängern. Die Postbank hatte in den bisherigen Gesprächen noch kein Angebot vorgelegt.

Die Bargeldversorgung laufe am Mittwoch über die Automaten - soweit zugänglich - weiter, sagte ein Unternehmenssprecher. Außerdem könnten Postbank-Kunden kostenlos Geld an mehr als 9000 Geldautomaten der Cash-Group beziehen, zu der auch Commerzbank , Deutsche Bank und Hypovereinsbank zählen. Regulär geöffnet seien auch die Post-Partnerfilialen im Einzelhandel, teilte die Bank mit.

Die Arbeitgeber seien nicht bereit gewesen, über den Kündigungsschutz zu sprechen, hatte der Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck nach der ergebnislosen zweiten Runde kritisiert. Ein Postbanksprecher sagte am Montag, das Unternehmen sei "zu allen Themen gesprächsbereit". Verdi fordert in der Tarifrunde neben dem Kündigungsschutz für die rund 18 000 Beschäftigten der Postbank, der BHW-Gruppe und weiterer Töchter fünf Prozent mehr Geld bei 12 Monaten Laufzeit.