Die Postbank-Mitarbeiter streiken: Das erwartet die Kunden

Business Insider Deutschland
Eine Filiale der Postbank

Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Postbank gehen am heutigen Montag in die nächste Runde. Kommt dabei nichts heraus, drohen schlimmstenfalls unbefristete Streiks. Ver.di will einen längeren Kündigungsschutz bis 2022, Gehaltserhöhungen um fünf Prozent und höhere Ausbildungsvergütungen. Die Fronten sind verhärtet. Müssen sich die Postbank-Kunden nun Sorgen machen, dass sie kein Geld mehr bekommen und vor verschlossenen Filialen stehen?

Postbank-Sprecher Tim Rehkopf versucht zu beruhigen: „Es kann durchaus sein, dass einzelne Filialen zeitweise geschlossen sind.“ Das könne mal einen halben, mal einen ganzen Tag sein. „Es wird aber nicht so sein, dass beispielsweise in einer Stadt wie Hamburg drei Tage lang alle Filialen bestreikt werden“, betont der Pressesprecher gegenüber Business Insider Deutschland. Dass Postbank-Kunden nicht an ihr Geld kommen, diese Gefahr bestehe nicht. „Alle Automaten in den SB-Bereichen funktionieren unabhängig vom Streik.“ Das Befüllen dieser Automaten mit neuem Geld werde zentral und nicht von der jeweiligen Filiale geregelt. Die Geldscheine würden so also auch während eines Streiks nicht knapp. Zudem könnten Kunden an sämtlichen Automaten der Cashgroup Geld abheben.

Angst, dass es womöglich Probleme beim Überweisen geben könnte oder der Lohn zu spät kommt, müssten die Kunden ebenfalls nicht haben, versichert die Postbank. Der Streik in den Bankfilialen kann sich durchaus auch auf Briefe und Pakete auswirken. Bleibt eine Filiale geschlossen, verlängere sich deren Abholfrist beispielsweise um die Anzahl der Streiktage, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens.

Lest auch: Verzögerungen beim Model 3? Tesla-Chef Elon Musk schreibt deutschen Metallarbeitern einen Brief

„Wir versuchen unsere Kunden so früh es geht zu informieren“, sagt Rehkopf. Dennoch: Gegensteuern sei nicht immer leicht. „Es ist eben die Eigenart von Streiks, dass sie spontan sind und sich der Arbeitgeber nicht umfangreich darauf vorbereiten kann.“ Wer nicht plötzlich vor verschlossener Filiale stehen will, den verweist der Postsprecher auf die Internetseite der Postbank. „Hier können die Kunden täglich ab 10.30 Uhr nachschauen, ob ihre Filiale vom Streik betroffen ist.“ Wer dort ein rotes Ausrufezeichen sieht, braucht sich also gar nicht erst auf den Weg machen.  

Weiterlesen auf businessinsider.de