Post-Brexit-Abkommen über Fischfangquoten in der Nordsee abgeschlossen

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Fischereirechte waren lange Zeit umstritten

Erstmals seit dem Brexit ist die Einigung auf ein Abkommen für die Fischfangquoten zustande gekommen, an dem sich drei Parteien beteiligen: Die Einigung zwischen der Europäischen Union, Großbritannien und Norwegen wurde am Dienstag vom norwegischen Fischereiminister Odd Emil Ingebrigtsen bekanntgegeben.

"Ich bin zufrieden, dass das Abkommen mit der EU und dem Vereinigten Königreich endlich unter Dach und Fach ist", erklärte Ingebrigtsen. Es bilde die Grundlage für eine dauerhafte Erhaltung der Fischbestände. Seit 1980 gab es jeweils bilaterale Vereinbarungen zwischen der EU und Norwegen über die Fischerei. Der Austritt Großbritanniens aus der EU brachte neue Schwierigkeiten mit sich.

Nach zähen Verhandlungen, die schon Anfang des Jahres begonnen hatten, wurde nun eine Einigung erzielt, nach der 13.246 Tonnen Kabeljau, 356.357 Tonnen Hering und 59.512 Tonnen Seelachs gefangen werden dürfen. Norwegen erzielte darüber hinaus ein bilaterales Abkommen mit der EU, nach dem die Fischer beider Seiten in die Gewässer der anderen Seite fahren dürfen. Da es in den vergangenen Wochen keine gültige Vereinbarung gab, durften die Fischer aus der EU und aus Norwegen nicht in die Fischfangzonen auslaufen.

ao/bfi