Positiver Stimmungstrend in der Windindustrie setzt sich fort

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HAMBURG (dpa-AFX) - Die riesige Bedeutung der Windenergie für den Kampf gegen den Klimawandel sorgt in der Windkraftindustrie für anhaltenden Optimismus. Vor allem die längerfristigen Aussichten werden in einer Umfrage sehr positiv eingeschätzt. "Bei der Frage nach der Marktsituation der Onshore-Windindustrie erhalten alle Weltregionen neue Bestwerte", heißt es bei der Hamburg Messe. "Die Zukunft des Offshore-Windmarkts wird ebenfalls sehr optimistisch gesehen: Asien, Europa und Nordamerika liegen hier nach wie vor fast gleichauf nahe des Optimums." Die Hamburg Messe lässt mit Blick auf die Fachmesse Windenergy regelmäßig die Stimmung in der Branche erheben.

Die momentane Marktsituation für die Windkraft an Land (Onshore) wird indes von den befragten Marktexperten etwas verhaltender eingeschätzt als noch im Frühjahr. "Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Betrachtung der derzeitigen Marktsituation in der Offshore-Windindustrie." Der allgemeine Trend - stagnierende oder leicht sinkende Werte für die aktuelle Marktsituation und hohe Erwartungen an die Zukunft der Windindustrie - zeigt sich laut Umfrage auch für Deutschland.

Fachleute sind sich einig, dass das Tempo des Windenergieausbaus in den nächsten Jahren forciert werden muss. Neben dem Mangel an ausgewiesenen Flächen gelten lange Planungs- und Genehmigungsverfahren an Land als Hemmnis beim Windkraftausbau. Nachholbedarf gibt es bei der Windenergie auf See, wo es erstmals seit vielen Jahren 2021 keine neuen Windenergieanlagen gibt.

Ein kräftiger Ausbau der Windenergie ist auch nötig, um genügend "grünen" Strom für die Produktion von Wasserstoff liefern zu können. Wasserstoff gilt als einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. Daher gehen laut Messe Hamburg mehr als 55 Prozent der Marktexperten davon aus, dass die Produktion von "grünem" Wasserstoff in den nächsten drei Jahren eine wesentliche Rolle für die Windenergie spielen wird.

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