Nach positivem Test bei Skov: Corona-Chaos bei Dänemark

SID
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Köln (SID) - Der positive Test beim Hoffenheimer Robert Skov hat die dänische Fußball-Nationalmannschaft vollends ins Corona-Chaos gestürzt. Der Europameister von 1992 muss deshalb vorerst auf Cheftrainer Kasper Hjulmand und neun weitere Nationalspieler um den Leipziger Yussuf Poulsen verzichten.

Der frühere Mainzer Coach hatte nach Verbandsangaben wie sein Assistent Morten Wieghorst und einige Profis um Poulsen und den Schalker Frederik Rönnow engen Kontakt zu Skov oder dem ebenfalls positiven Stabmitglied. Alle Betroffenen sind negativ, wurden aber isoliert und stehen im ohnehin umstrittenen Länderspiel gegen Schweden am Mittwoch nicht zur Verfügung.

"Das ist ärgerlich für die Mannschaft und vor allem für die beiden Positiven", sagte Hjulmand. Beide sollen sich aber schon vor dem Treffen der Auswahl infiziert haben.

Hjulmand wird gegen Schweden von Stürmertrainer Ebbe Sand sowie Torwartcoach Lars Högh und Analyst Mounir Akhiat vertreten. Auch Schweden muss auf seinen Cheftrainer Janne Andersson verzichten, nachdem eines seiner Familienmitglieder positiv getestet wurde.

Der dänische Verband will auf den Ausfall der Nationalspieler mit der bereits dritten (!) Nachnominierungsrunde reagieren. Am Sonntag waren bereits neun, am Montag weitere zwei Spieler nachträglich berufen worden.

Die Maßnahmen waren auch deshalb notwendig, weil die britische Regierung eine zweiwöchige Quarantäne angekündigt hatte für Spieler, die aus Dänemark zurückkehren. Daher können die sieben nominierten dänischen England-Legionäre nicht eingesetzt werden. Schweden muss auf fünf Profis von der Insel verzichten und nominierte drei nach.

Hintergrund des Durcheinanders ist die Übertragung von mutierten Coronaviren von Nerzen auf Menschen in Dänemark. Deshalb steht auch die Partie zwischen England und Island (Nations League) am 18. November auf der Kippe - die Isländer spielen zuvor in Kopenhagen gegen die Dänen. Der englische Verband prüft aktuell einen alternativen Austragungsort zu Wembley, im Gespräch ist neben Deutschland auch Albanien.