Porträt: Kristin Feireiss – Eine Botschafterin der Architektur

Kristin Feireiss auf der Dachterrasse ihrer Kreuzberger Altbauwohnung mit Blick bis zum Fernsehturm

Bei manchen Menschen fügt sich alles. Das Private und die Arbeit lassen sich da nicht trennen. So auch bei Kristin Feireiss. Deshalb fangen wir mit Aedes an, der Architekturgalerie, deren Gründung ein wichtiger Schritt in ihrem Leben war. Auf dem langen Weg zu "dem Glück, dass ich jetzt bei mir angekommen bin", wie die Berlinerin heute sagen kann.

"Schon unsere erste Ausstellung war ein Knüller." Kristin Feireiss lächelt, ihre Augen strahlen. Alles an der 74-Jährigen wirkt lebendig, wenn sie spricht, sogar die Locken ihrer roten Hippiemähne, dabei bewegen die sich gar nicht. Dafür aber ihre großen Hände. Feireiss gestikuliert, unterstreicht damit das Gesagte. Sie ist voll dabei.

Hausbesuch in Kreuzberg

Wir sind im 5. Stock ihrer Altbauwohnung an der Kreuzberger Gneisenaustraße. Dort sitzen wir schon eine Weile an einem langen schwarzen Tisch unter der silberfarbenen Leuchte des New Yorker Architekten Hani Rashid in der offenen Wohnküche von Feireiss und ihrem Mann Hans-Jürgen Commerell. Vor uns liegt Gebäck, drapiert auf einem eckigen Teller, es gibt richtig guten Kaffee. Mit ruhiger, warmer Stimme, zugleich aber auch voller Elan spricht Feireiss von den Anfängen der, wie sie sagt, "weltweit ersten privaten Architekturgalerie", Aedes, die sie mit ihrer Freundin Helga Retzer 1980 eröffnete. Eine Erfolgsgeschichte.

Das seit 2006 auf dem Pfefferberg-Areal in Prenzlauer Berg beheimatete Architekturforum Aedes – 2009 durch den Aedes-Campus erweitert – fand schon zu Beginn in Charlotte...

Lesen Sie hier weiter!