Pop-Kultur: Hip-Hop hat jetzt fliegende Zöpfe

Liebt die Inszenierung: Rapper Romano auf dem Festival Pop-Kultur

Er will uns alle heiraten, ruft er. Zur Not würde er auch das Kleid tragen. Denn er kann ohne uns nicht einschlafen. Man soll doch bitte einschlagen, den Ringfinger frei machen. Romano braucht nicht lange zu bitten: Hunderte Finger recken sich ihm schnell entgegen. Was der Köpenicker Rapper fordert, das kann man nur schwer ausschlagen. Zumindest am Donnerstagabend, bei seinem Konzert auf dem Pop-Kultur Festival in der Kulturbrauerei.

Mit Romanos Auftritt beginnt der zweite Abend des Festivals, auf dem man bis Freitag Diskussionen hören, Ausstellungen besuchen und Musiker wie Balbina, Gudrun Gut, die Schotten Arab Strap, die sich nach zehn Jahren Pause wieder zusammengetan haben, und eben Romano auf der Bühne sehen kann. Der hat sein neues Album mitgebracht, "Copyshop", und auch ein paar Evergreens. "Metalkutte" zum Beispiel, das Stück, das ihn im Internet populär gemacht hat.

Seine blonden Zöpfe, Romanos Markenzeichen, wirbeln um ihn herum, wenn er tanzt. Und das macht er häufig. Dann marschiert er im Stechschritt über die Bühne, reißt die Arme und die Beine hinauf, dass bereits vom Zuschauen die Muskeln schmerzen. Romano hat Energie, eine fast hyperaktive. "Dankeschön, Leute, wir machen uns heute echt 'ne schöne Zeit", säuselt er zwischen den Stücken mit samtener Stimme.

Mal Hip-Hop, mal Rap, mal Pop: Romano im Genre-Mix

Wenn er solche Dinge sagt, "viel Spaß mit der nächsten Nummer" oder "wir sehen uns gleich an der Champagnerbar", dann ist da ein anderer Romano. Nicht der, der ...

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