Ponomarev lästert - Großkreutz reagiert

SPORT1
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Mikhail Ponomarev hat in einem Interview mächtig über Kevin Großkreutz abgelästert.

Der bisherige Investor des KFC Uerdingen, der sich nach neuen Geldgebern umschaut, erklärte, der Klub habe den Vertrag mit dem Weltmeister von 2014 im Herbst zurecht aufgelöst.

"Alle Trainer von uns sagten mir, dass Großkreutz sich intern völlig daneben verhalten würde", sagte Ponomarev der Sport Bild.

Er fügte an: "Das Hauptproblem war: Er wollte gar kein Fußball mehr spielen. Allein sein Fitness-Zustand - der war gerade mal ein bisschen besser als meiner."

Großkreutz kontert: "Ich bin top fit"

Am Abend reagierte Großkreutz, der seine Profikarriere im Januar 2021 beendete, im Sportschau Club der ARD.

"Das kann er ja behaupten. Ein Kollege, mit dem ich laufen gehe, kann bestätigen, dass ich topfit bin", sagte der Mittelfeldspieler schmunzelnd: "Ich weiß nicht, warum er das tut."

Uerdingen hofft auf Rettung

Nach der Benennung eines vorläufigen Insolvenzverwalters hofft der KFC Uerdingen weiter auf eine Zukunft in der 3. Fußball-Liga. (SERVICE: Tabelle der 3. Liga)

"Um dem Traditionsklub eine Perspektive zu ermöglichen, werden wir in den kommenden Tagen und Wochen unter Einbezug der Liga-Statuten alle zur Verfügung stehenden Optionen prüfen, um weiterhin hochklassigen Fußball in Krefeld anbieten zu können", sagte Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth.

Die KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH als Betreibergesellschaft des Drittligisten hatte im Januar einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse der 3. Liga)

Ponomarev beschuldigt Großkreutz

Der 46-Jährige nahm auch zu den wiederkehrenden Problemen mit den Gehaltszahlungen Stellung.

"Sie müssen verstehen: Die Spieler haben von meinem Geld gelebt, haben mich aber immer nur beschuldigt", sagte Ponomarev: "Es gab auch bei den Spielern nie ein Entgegenkommen, obwohl wir ihnen entgegengekommen sind. Ich habe dann kein anderes Instrument mehr als das Gericht."

Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Ein Beispiel sei Großkreutz gewesen. "Zum einen hatten wir uns vor der Saison mit ihm mündlich darauf verständig, dass sein Monatsgehalt von 50.000 auf 26.000 Euro reduziert wird. Davon wollte er auf einmal nichts mehr wissen", meinte Ponomarev.

Großkreutz wehrt sich

Auch dazu nahm Großkreutz Stellung. "Ich habe bereits vor der Corona-Zeit auf etwa 170.000 Euro freiwillig verzichtet", erklärte er: "In der Corona-Zeit wollte ich auch helfen. Ich habe auf ein Schreiben gewartet, das leider nicht gekommen ist."

Ponomarevs Vorwürfe "finde ich nicht okay. Aber ich blicke nach vorne."

Großkreutz' Vertrag war von Uerdingen im Oktober 2020 einseitig gekündigt worden, anschließend gab es einen Rechtsstreit – mit dem Ergebnis, dass der Klub dem 32-Jährigen 450.000 Euro zahlen muss.