Pompeo verspricht "reibungslose" Machtübergabe - an neue Trump-Regierung

·Lesedauer: 1 Min.
Mike Pompeo bei seiner Pressekonferenz (Bild: Jacquelyn Martin/Pool via Reuters)
Mike Pompeo bei seiner Pressekonferenz (Bild: Jacquelyn Martin/Pool via Reuters)

US-Außenminister Mike Pompeo hat mit der Aussage für Stirnrunzeln gesorgt, es werde eine "reibungslose" Machtübergabe an eine "zweite Trump-Regierung" geben.

Der Außenminister wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz gefragt, ob sein Ministerium nach der Wahlniederlage von Präsident Donald Trump gegen Joe Biden eine Zusammenarbeit mit dem Übergangsteam des Demokraten vorbereite. "Es wird einen reibungslosen Übergang hin zu einer zweiten Trump-Regierung geben", sagte Pompeo daraufhin - und lachte kurz auf.

US-Wahlen: Stacey Abrams, die Frau, die Georgia gewann

Dann führte der loyale Trump-Gefolgsmann aus, zunächst müssten alle Wählerstimmen ausgezählt werden. Dann würden die Wahlleute bestimmt, die letztlich den Präsidenten wählen. Der Weg sei in der Verfassung "klar" vorgegeben.

Ministerium wird “einsatzfähig” sein

Pompeo versicherte aber, das Außenministerium werde bei einer Übergabe der Amtsgeschäfte ab dem Tag der Vereidigung des künftigen Präsidenten am 20. Januar "einsatzfähig" und "erfolgreich" sein. Darauf könne die Welt vertrauen.

Biden war am Samstag von den großen US-Sendern zum Sieger der Präsidentschaftswahl vom 3. November ausgerufen worden. Trump erkennt den Sieg des 77-Jährigen aber nicht an. Er spricht von angeblichem Wahlbetrug und will das Ergebnis mit juristischen Mitteln anfechten. Bislang gibt es keinerlei Hinweise für größere Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.

Trumps Nachfolge: Die Republikaner stehen vor einem erbitterten Machtkampf

Während zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt Biden bereits gratuliert haben, verweigern die meisten Parteifreunde Trumps diesen Schritt. Bislang arbeitet Trumps Regierung auch nicht mit Bidens Übergangsteam zusammen, um eine Übergabe der Amtsgeschäfte vorzubereiten.

Video: Biden nennt Trumps Verhalten eine “Peinlichkeit”