Polizist wegen Schmuggels von 185 Riesenschildkröten auf Galapagos festgenommen

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Baby-Schildkröte, aufgenommen 2021

Nach dem Versuch, 185 Baby-Riesenschildkröten in einem Koffer von den Galapagos-Inseln auf das Festland zu schmuggeln, ist ein Polizist festgenommen worden. Der Beamte stehe im Verdacht, den Transport der in Plastik verpackten Reptilien vorbereitet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (Ortszeit) mit. Er soll wegen eines Verbrechens gegen die natürliche Fauna angeklagt werden, worauf bis zu drei Jahre Gefängnis stehen.

Der Nachwunchs der Riesenschildkröten wurde war am Sonntag in einem Koffer entdeckt worden, der vom Flughafen Baltra zum Festland transportiert werden sollte. Insgesamt wurde bei 15 Schildkröten der Tod festgestellt. Für einige von ihnen wurde als Todesursache Stress durch die Trennung von ihrer natürlichen Umgebung angegeben.

Die überlebenden Schildkröten wurden auf Anweisung der Staatsanwaltschaft dem Galapagos-Nationalpark übergeben und ins Aufzuchtzentrum für Schildkröten auf der Insel Santa Cruz gebracht.

Die Galapagos-Schildkröten leben seit drei oder vier Millionen Jahren auf den Galapagos-Inseln. Der Archipel zählt wegen seiner einzigartigen Fauna und Flora zum Naturerbe der Menschheit. Im Laufe der Zeit bildeten sich auf den Galapagos-Inseln 15 Arten von Schildkröten heraus, von denen drei ausgestorben sind.

ao/yb