Polizist rettet Kleinkind aus geparktem Auto

Das Mädchen war auf der Rückbank des verlassenen Autos angeschnallt (Bild: PGPD News)

Bis Dienstag war Darryl Wormuth ein einfacher Polizist in einer Kleinstadt an der Westküste der USA. Jetzt wird er als Held gefeiert, denn er rettete ein Kleinkind aus dem Auto seines bewusstlosen Vaters. Niemand wusste von dem Kind, einzig Wormuths Intuition führte ihn zu dem Mädchen.

Der Polizist entdeckte zunächst einen bewusstlosen Mann auf einer Rasenfläche am Straßenrand. Er rief den Rettungswagen und ließ den offenbar unter dem Einfluss von Drogen stehenden Mann ins Krankenhaus bringen, heißt es auf der polizeieigenen Webseite „PGPD News“. Wormuth fiel auf, dass der Bewusstlose einen Funk-Autoschlüssel um den Hals trug. Der Polizist betätigte den Knopf am Schlüssel. Doch kein Auto in der Nähe schien darauf zu reagieren.

Darryl Wormuth verließ also den Ort und wandte sich anderen Aufgaben zu. Doch die Begebenheit ließ ihn nicht los. Er konnte nicht aufhören, an den bewusstlosen Mann und das Auto zu denken. Laut „PGPD News“ kehrte er drei Stunden später zum Fundort des Mannes zurück. Nun bemerkte er einen in der Nähe geparkten SUV. Das Fenster der Fahrerseite war zur Hälfte geöffnet und laute Musik drang heraus. Als sich der Polizist dem Wagen näherte, erblickte er auf dem Rücksitz ein scheinbar lebloses Mädchen. Sie war in einem Kindersitz angeschnallt, ihr Kopf hing vorne über.

Das Kind soll mehrere Stunden allein im Auto gesessen haben. (Bild: PGPD News)

„Lieber Gott, bitte lass dieses Mädchen am Leben sein“, soll der Beamte in dem Moment gedacht haben. Doch das Mädchen war bei Bewusstsein. Im Auto fand er außerdem ein Telefon mit mehreren verpassten Anrufen. Er rief zurück und hatte die Großmutter des anderthalbjährigen Mädchens am Apparat. Wie sich herausstellte, war der Mann im Gras der Vater des Mädchens. Die Kleine war also schon seit mehreren Stunden in diesem Auto gefangen. Wormuth verständigte die Verwaltung des Hauskomplexes, das Mädchen wurde mit Nahrung und Wasser versorgt. Sie soll die rettende Flüssigkeit so hastig getrunken haben, dass sie sich mehrmals verschluckte, wie „NBC“ berichtet.

Die Musik-Anlage des Autos spielte durchgängig laute Musik (Bild: PGPD News)

„Manchmal stellt uns Gott vor besondere Herausforderungen. Dann ist es unsere Aufgabe, das Richtige zu tun“, sagte Wormuth rückblickend dem „NBC“. Die Managerin des Gebäudekomplexes pries den Polizisten: „Er war ein Held! Er kümmerte sich um das Kind und beruhigte es.“ Der Vater des Mädchens muss nun mit mehreren Ermittlungen gegen ihn rechnen. Die Kleine ist wohlbehalten bei ihrer Mutter und ihrer Oma untergekommen.