"Polizeiruf 110": Lob und starke Quoten für neues Rostock-Team

·Lesedauer: 2 Min.
Das neue Team im Rostocker "Polizeiruf 110": Anneke Kim Sarnau (links) und Lina Beckmann. (Bild: NDR / Christine Schroeder)
Das neue Team im Rostocker "Polizeiruf 110": Anneke Kim Sarnau (links) und Lina Beckmann. (Bild: NDR / Christine Schroeder)

Geglückte Premiere: Das neue Team des Rostocker Polizeirufs, Lina Beckmann und Anneke Kim Sarnau, begeistert die Twitter-User und holt bei seiner ersten Folge eine Spitzenquote.

Eine ungewöhnliche Wachablösung: Mit Charly Hübner hing ein TV-Star seine Kommissaren-Rolle im "Polizeiruf 110" an den Nagel, dafür übernahm seine Frau, die Hamburger Theaterschauspielerin Lina Beckmann. Am Sonntagabend feierte das neue "Polizeiruf 110"-Team in Rostock, bestehend aus Beckmann und Anneke Kim Sarnau, in "Seine Familie kann man sich nicht aussuchen" seine Premiere. Der Einstand glückte: Durchschnittlich 8,19 Millionen Menschen schalteten den "Polizeiruf 110" ein, was einen Marktanteil von 26,3 Prozent bedeutete und den Krimi zur meistgesehenen Sendung des Tages machte.

Hatte zunächst Zweifel, ob sie die Rolle im "Polizeiruf 110" annehmen soll: Lina Beckmann. (Bild: NDR / Christine Schroeder)
Hatte zunächst Zweifel, ob sie die Rolle im "Polizeiruf 110" annehmen soll: Lina Beckmann. (Bild: NDR / Christine Schroeder)

Auch bei Twitter waren die User voll des Lobes für das neue Team: "Lina Beckmann einfach großartig. Wenig Worte, viel Ausdruck, das Gesicht erzählt die Geschichte", meinte Christian Beisenherz. Wolfgang Will schrieb: "Da wird der großartige CharlyHuebner ersetzt durch die großartige Lina Beckmann!! Und die spielt jetzt mit der großartigen Anneke Kim Sarnau!!! Und die Folge heute hatte so viel mehr starke SchauspielerInnen - 10 von 10 Punkte". Auch User "Wasserturm68165" zeigte sich begeistert: "Erstklassig besetzt, gutes Buch, starkes, unerwartetes Ende. Der #Polizeiruf aus Rostock bleibt der Goldstandard unter den Sonntagabendkrimis."

Der ehemalige "Polizeiruf"-Kommissar und seine Nachfolgerin: das Ehepaar Charly Hübner und Lina Beckmann. (Bild: Mathis Wienand/Getty Images)
Der ehemalige "Polizeiruf"-Kommissar und seine Nachfolgerin: das Ehepaar Charly Hübner und Lina Beckmann. (Bild: Mathis Wienand/Getty Images)

Kein Vorwurf der Vetternwirtschaft

Negative Kommentare über den Wechsel von Hübner zu Beckmann gab es keine, dabei hatte die neue "Polizeiruf"-Kommissarin durchaus Zweifel, ob man ihr nicht Vetternwirtschaft vorwerfen werde und zögerte zunächst auch, die ihr vom NDR angebotene Rolle anzunehmen. Ihre Managerin überzeugte sie aber schließlich: "Sie fragte mich, ob ich so lange überlegen würde, wenn ich die Nachfolgerin von jemandem wäre, den ich nicht so gut kennen würde", erklärte Beckmann im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. "Da musste ich zugeben: Ich hätte wahrscheinlich sofort zugesagt. Etwas nur deshalb nicht zu machen, weil mein Mann Vorgänger in einer Rolle war, wäre ja auch ziemlich blöd."

Beckmann und Hübner können sich von nun an also zu Hause über die Welt des Rostocker "Polizeirufs" austauschen, was laut Beckmann aber nur sporadisch passiert, weil ihr Mann eine völlig andere Herangehensweise an den Beruf habe als sie. "Wir sind ein Paar, das schon auch über die Arbeit spricht. Vor allem aber darüber, was man erlebt hat und wie es einem damit geht. Trotzdem gehen wir als Schauspieler unterschiedlich an unseren Beruf heran. Ganz klassisch würde ich sagen, dass mein Mann mehr über den Kopf kommt und ich über den Bauch."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.