Polizeihubschrauber mit Laserpointer geblendet

Immer wieder werden Piloten durch Lichtstrahlen von Laserpointern geblendet. Foto: Sebastian Willnow

Es wirkt wie ein «Dummer-Jungen-Streich», ist aber brandgefährlich: Ein 13-Jähriger soll einen Laserpointer auf einen Hubschrauber gerichtet haben. Für die Besatzung hätte die Aktion laut Polizei übel enden können.

Fulda (dpa) - Die Besatzung eines Polizeihubschraubers ist in Fulda bei einem nächtlichen Einsatz mit einem Laserpointer geblendet worden. In der Nacht auf Montag war der Hubschrauber an einer Suchaktion beteiligt, wie die Polizei mitteilte.

Dabei habe ein grüner Laserpointer die drei Besatzungsmitglieder geblendet, der Hubschrauber musste dem Licht ausweichen. Die Besatzung konnte mithilfe von Kameras an Bord den Ursprung des Lasers ermitteln und eine Streife dorthin lotsen. Vor Ort stellten die Polizisten einen 13-Jährigen als mutmaßlichen Täter.

Der Junge setzte den Blendstrahl demnach von der heimischen Wohnung aus ab. «Der Junge meinte sich einen Spaß daraus machen zu können. Aber das ist ein Straftatbestand, der Leib und Leben gefährdet. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Absturz kommen», sagte Polizeisprecher Martin Schäfer. Ein Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr wurde von Amts wegen gegen den noch strafunmündigen Jungen eingeleitet.

Der Polizeihubschrauber war unterwegs, um die Suche nach einer vermissten Person zu unterstützen, die aus einer Wohneinrichtung verschwunden war. Sie wurde später gefunden und wohlbehalten zurückgebracht.