Bombenentschärfung: Tegel dicht: Fluggäste sitzen stundenlang am BER fest

Gestrandete Passagiere: Am Flughafen Schönefeld bildeten sich in der Nacht lange Schlangen an den Taxiständen

Fluggäste haben am Dienstagabend in Berlin eine Art "Zeitreise" erlebt: Tegel dicht, BER "in Betrieb". Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Berlin-Spandau wurde der Flughafen Tegel ab 20 Uhr für drei Stunden gesperrt. Daraufhin saßen Hunderte Flugreisende am noch nicht eröffneten Flughafen BER fest.

24 Flugzeuge wurden am Dienstagabend von Berlin-Tegel zum Flughafen Schönefeld umgeleitet. Dort parkten die Flugzeuge dann direkt am Terminal des BER. "Die Flugzeuge drehten Warteschleifen und kamen wie an einer Perlenschur nacheinander herein. Da musste jeder Parkplatz ausgenutzt", sagte Flughafensprecher Daniel Tolksdorf am Mittwochmorgen.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter schrieb ein Fluggast, dass nach Einschätzung des Kapitäns seiner Maschine sogar rund 2000 Reisende in Schönefeld bzw. am BER gestrandet seien.

Die Passagiere mussten stundenlang in den Fliegern ausharren, weil an der Baustelle des Airports keine Gangways vorhanden waren. Auch konnten die Maschinen nicht zu ihren Abflughäfen umkehren, da sie am BER nicht aufgetankt werden konnten.

Passagierin Katja H. sagte der Berliner Morgenpost, sie sei am Abend von Köln/Bonn nach Berlin geflogen. Über Tegel habe die Maschine dann für etwa eine halbe Stunde Schleifen geflogen. Wegen Spritmangels sei der Flieger schließlich nach Schönefeld umgeleitet worden und habe auf einer Landebahn des BER aufgesetzt. Danach hätten ...

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