Polizeibilanz nach Nordderby: Keine größeren Krawalle, aber viele Straftaten

Polizeibilanz nach Nordderby: Keine größeren Krawalle, aber viele Straftaten

Rund um das Nordderby der Fußball-Bundesliga am Samstagabend zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV (1:0) sind größere Auseinandersetzungen der rivalisierenden Anhänger verhindert worden. Dennoch kam es zu einer Vielzahl von Vergehen. Dies teilte die Polizei mit, die das Hochrisikospiel mit rund 900 Einsatzkräften sicherte.
Eingreifen mussten die Ordnungshüter wegen Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Beleidigungen. Hinzu kamen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Sprengstoffgesetz sowie das Waffengesetz.
Während des Spiels brannten Personen im Gästeblock massiv Pyrotechnik ab, die Partie musste von Schiedsrichter Felix Zwayer mehrfach unterbrochen werden. Werder Bremens Sportchef Frank Baumann sagte nach dem Duell, dass die Pyrotechnik wohl in einem Rucksack über einen Stadionzaun geworfen wurde. 
Eine Person wurde durch die Zündeleien verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Verdächtiger wurde vorläufig festgenommen, die Polizei ermittelt.
Nach dem Spiel versuchten Anhänger beider Vereine, vor dem Stadion aufeinanderloszugehen. Die Polizei verhinderte dies laut eigenen Angaben und setzte dabei Schlagstöcke, Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein.