Polizeiakademie-Debatte: Geisel: Bekenne mich zu Polizisten mit Migrationshintergrund

Innensenator Andreas Geisel (SPD)

Berlin. Die Polizeiakademie kommt nicht zur Ruhe. Schwere Vorwürfe stehen im Raum: unzureichende Deutschkenntnisse mancher Bewerber, Respektlosigkeit, Hass. Einige sollen früher gar mit Straftaten aufgefallen sein. Die Behördenleitung hat sich am Freitag kurzfristig zu einem in solchen Fällen eher ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Sie lud Journalisten ein, sich in der Akademie in Spandau ein Bild von der Situation zu machen.

Während sich etwa drei Dutzend Medienvertreter, darunter viele Fernsehteams, in der Ausbildungseinrichtung einfanden, meldeten sich auch führende Politiker zu Wort. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte der Berliner Morgenpost, es müsse lückenlos aufgeklärt werden, ob die Vorwürfe zuträfen. "Wenn es stimmen sollte und es mehrfach zu solchen Missständen gekommen ist, ist das untragbar und muss Konsequenzen haben", sagte Müller. "Es muss jedem bewusst sein, dass er Vorbild ist, wenn er bei der Polizei arbeitet."

Bild Nr. 1:
Ausbilder Rainer Dannat mit Polizeischülern dpa/Maurizio Gambarini

Innensenator Andreas Geisel (SPD) wehrte sich in seiner Stellungnahme am Freitag ausdrücklich dagegen, dass fahrlässig oder vorsätzlich Stimmung gegen die Polizei gemacht werde. "Ich zweifele nicht an der Integrität unserer Polizei und bekenne mich ausdrücklich zu Polizistinnen und Polizisten mit Migrationshintergrund", so Geisel weiter.

Umstrukturierung begann bereits unter Henkel

Die oppositionelle CDU-Fraktion hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) hingegen aufgefordert, gegen die Missstände an der Berliner Polizeiakademie vorzugehen. Gei...

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