Polizei-Vizepräsidentin: Behrendt verteidigt Ernennung Koppers' zur Chefanklägerin

Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers soll Generalstaatsanwältin werden

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat seine Entscheidung verteidigt, die Polizei-Vizepräsidentin Margarete Koppers zur Generalstaatsanwältin zu ernennen. "Frau Koppers hat sich als am besten geeignete Kandidatin im Auswahlverfahren durchgesetzt", sagt Behrendt der Berliner Morgenpost. Durch ihre frühere Arbeit als Vizepräsidentin des Berliner Landgerichts und ihre Erfahrungen bei der Berliner Polizei könne man ihr die Qualifikation, eine Behörde zu leiten, nicht absprechen.

Die Opposition zweifelt indes an Koppers Eignung, da sie noch nie als Staatsanwältin tätig war. Die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus forderte den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montag schriftlich auf, die Ernennung der 54-Jährigen zu stoppen. Behrendt sagte hierzu, dass es die Justizverwaltung unter dem ehemaligen CDU-Senator Thomas Heilmann gewesen sei, die in der Ausschreibung vom November 2015 Erfahrungen als Staatsanwalt nicht zur Bedingung gemacht habe.

Auch mögliche Probleme wegen der Schießstandaffäre der Polizei sind in Behrendts Augen lösbar. Koppers soll davon gewusst haben, dass Beamte in den Übungsanlagen über Jahre giftigen Stoffen ausgesetzt gewesen sein sollen. Wenn Koppers ins Amt komme, sei es an der Generalstaatsanwaltschaft zu organisieren, dass sie keinen Einfluss auf die Ermittlungen gegen sich nehmen könne. In der Sache läuft seit Jahren ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt, zudem gibt es Anzeigen einzelner Polizisten gegen die Vizepräsidentin, da wird derzeit n...

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