Polizei verzeichnet ruhigen Auftakt in Karnevalshochburgen am Rhein

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Karneval in Köln (AFP/Ina Fassbender)

Der Auftakt der Session in den Karnevalshochburgen am Rhein ist aus Sicht von Polizei und Rettungsdiensten ruhig verlaufen. Die Situation in der Altstadt sei "entspannt" gewesen, teilte die Stadt Köln in der Nacht zum Freitag mit. 59 Mal musste der Malteser Hilfsdienst Hilfe leisten, zweimal davon wegen Schnittverletzungen. Die Kölner Polizei rückte zu 258 Einsätzen aus.

Bis zum Nachmittag mussten in Köln laut Stadt 30 Blessuren behandelt werden. Bei der letzten Sessionseröffnung vor Corona 2019 seien es bis zu diesem Zeitpunkt bereits 78 gewesen. Insgesamt mussten neun Autos abgeschleppt und 54 Verwarnungen erteilt werden. Trotz des Andrangs hätten die Einlasskontrollen gut funktioniert, erklärte die Stadt. Auf den zentralen Plätzen sei für die Feiernden ausreichend Platz geblieben.

Gedränge herrschte am Nachmittag im Zülpicher Viertel - die Zugänge wurden zeitweise geschlossen. In dem Stadtteil wurde eine Mitarbeiterin des Ordnungsdiensts bei einem Einsatz wegen zu lauter Außenbeschallung verletzt. Das Team wurde mit Flaschen und Dosen beworfen, eine Dose traf die Frau am Kopf. Sie konnte ihren Dienst jedoch fortsetzen. Der Dosenwerfer wurde festgenommen - ihn erwartet eine Anzeige.

Die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen erklärte, dass sie mehrmals wegen Menschen im Gleis einschreiten musste. Im Kölner Stadtteil Vingst kam es zu einem Unfall: Ein 25-Jähriger begab sich zu nah an die Schienen und wurde von einem Zug erfasst. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Insgesamt rückte die Kölner Polizei zu 258 Einsätzen aus. 34 überwiegend betrunkene Menschen wurden in Gewahrsam genommen, wie die Beamten am Freitag mitteilten. 112 Anzeigen wurden gestellt, davon 39 wegen Körperverletzungen, acht wegen Widerstands gegen die Polizei und weitere acht wegen Sachbeschädigung. In elf Fällen ermitteln die Beamten wegen Sexualdelikten, davon sollen in sieben Fällen Frauen sexuell belästigt worden sein. Den Ermittlern liegen nach eigenen Angaben vier Anzeigen wegen mutmaßlicher Vergewaltigungen vor.

Die Düsseldorfer Polizei berichtete von einer ruhigen Gesamtlage. Laut einem Polizeisprecher gab es rund um das Erwachen des Hoppeditz keinen Einsatz. In Mainz gab es laut Polizei nur wenige Einsätze. Bis etwa 22.30 Uhr waren die Beamten in der Innenstadt verstärkt präsent. Sieben Straftaten wurden registriert, davon drei wegen leichter Körperverletzung und zwei weitere wegen Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften.

Ein 22-Jähriger fiel wegen seiner Aggression auf. Er griff zwei Frauen ans Gesäß und einem Mann in den Genitalbereich. Bei seiner Festnahme wehrte er sich und beleidigte die Polizisten. Wegen seines Verhaltens wurden eine Blutentnahme und ein Verbleib in der Gewahrsamszelle für mehrere Stunden angeordnet. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille. Gegen ihn wird nun wegen sexueller Belästigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

ald/cfm

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