Polizei setzt Räumung von Dannenröder Forst in Hessen fort

·Lesedauer: 1 Min.
Streifenwagen
Streifenwagen

Die Polizei in Hessen hat am Mittwoch die Räumung des Dannenröder Forsts für den umstrittenen Ausbau der Autobahn 49 fortgesetzt. Mehrere Aktivisten wurden aus dreibeinigen Gestellen und Klettergurten geholt, wie die Polizei Mittelhessen mitteilte. Drei Umweltschützer versuchten, eine Absperrung zu durchbrechen. Sie wurden festgenommen. Gegen sie seien Schlagstöcke eingesetzt worden.

Etwa 25 weitere Ausbaugegner hätten diese Aktion verbal unterstützt. Eine erste Meldung über Stein- und Holzwürfe korrigierte die Polizei. Diese habe es nicht gegeben. Zunächst sprachen die Beamten von 30 Aktivisten, die die Sperrung hätten durchbrechen wollen.

Eine weitere Aktivistin habe versucht, sich aus dem Korb eines Hubsteigers in ein aufgestelltes Sprungkissen zu stürzen. Die Einsatzkräfte konnten dies verhindern. Anschließend habe die Frau Widerstand geleistet. Einsatzkräfte entfernten ausgelegte Nagelbretter und in Bäume geschlagene Stahlbolzen.

Seit über einem Jahr protestieren Umweltschützer in Hessen gegen den umstrittenen Ausbau der A49 zwischen Gießen und Kassel, die durch das Waldgebiet führen soll. Der Bau der Autobahn soll laut dem Landkreis Vogelsberg im September 2021 beginnen.

Derzeit laufen vorbereitende Arbeiten. Dabei sollen bis Februar kommenden Jahres zunächst 27 Hektar Wald gerodet werden. Die Rodungen begannen vor einigen Wochen und werden von Protesten begleitet.

ald/cfm