Wechsel der Dienststelle: Merheimer kämpfen um „ihren“ Polizisten

Bürgerverein wendet sich gegen die Versetzung eines langjährigen Bezirksbeamten.

Personalkarussell bei der Polizei. Im Bereich der Polizeiinspektion 6 – zuständig für Kalk und Porz – werden in den kommenden Wochen, so heißt es auf Anfrage „im Rahmen der Fortentwicklung des Bezirks- und Schwerpunktdienstes sechs Bezirksdienstbeamten nach langjähriger Verwendung in ihrem Bereich“ in neue Bezirke wechseln. Mit der hier vorgesehen Versetzung „ihres“ Bezirkspolizisten Frank Reintjes nach 13 Jahren Dienst in Merheim zum 1. September nach Neubrück sind viel Bürger nicht einverstanden, zumal auch noch keine Nachfolger feststeht.

„Der Bezirk Merheim wird zeitnah ausgeschrieben und personell nachbesetzt“, so Annemarie Schott, eine Sprecherin des Kölner Polizeipräsidiums. „Die Organisationsstrukturen der Bezirksdienste werden durch alle Polizeiinspektionen regelmäßig überprüft. Ein damit verbundener Wechsel von Bezirksdienstbeamten ist durchaus üblich.“

Konzept der Bezirkspolizisten hat sich bewährt

Den Polizeihauptkommissar Reintjes, der im Veedel als eine Art „Schutzmann von d'r Eck“ sehr beliebt ist und einen guten Zugang zu Kindern und Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren hat, hätte man gerne noch weiterhin dort behalten. Daher hat sich der Merheimer Bürgerverein nun per Brief an den neuen Kölner Polizeipräsidenten Uwe Jacob gewandt mit der Bitte, die aus ihrer Sicht "ohne Not getroffene Entscheidung der Umbesetzung nochmals zu prüfen". Schließlich gebe es „keine sachliche Begründung für diese Entscheidung".

Der Vorstand des Bürgervereins verweist darauf, dass das Konzept der Bezirkspolizisten für die Veedel in Köln ein erfolgreiches Modell ist - gerade durch die langjährige Zusammenarbeit der jeweiligen Polizisten mit der Bevölkerung.

„Wir hatten gehofft, dass wir „unseren" Bezirkspolizisten, der im Stadtteil als ein anerkannter Vertreter der Polizei gilt, noch bis zu seiner Pensionierung behalten können und uns weiterhin auf seine Kompetenz, seine fundierten Kenntnisse der Besonderheiten von Merheim, zum Beispiel der Bevölkerungsstruktur, verlassen können." Die Kinder in den Kindergärten und Schulen würden Reintjes als menschliche und freundliche Respektsperson erleben, der zudem eine gute Kommunikation mit allen Bevölkerungsschichten und Gruppen hält.

Personaltausch sei unnötig

„Es wäre schön, wenn das so bleiben könnte", heißt es weiter in dem Schreiben des Bürgervereins. Natürlich könnte man argumentieren, dass ein Polizeibeamter keine festen Bindungen mit der Bevölkerung aufbauen soll, um eventuelle Korruptionsgefahren zu minimieren. Aber diese Argumentation widerspräche dem Konzept des Bezirkspolizisten und den langjährigen, positiven Erfahrungen der Polizei mit diesem Konzept.

Der Einsatz der Bürger für einen Verbleib von Reintjes in Merheim, bedeute jedoch nicht, „dass man nicht auch einer anderen Beamtin oder eine anderen Beamten vertrauen könnte, aber wir verstehen nicht, warum ohne Not ein Ringtausch durchgeführt werden soll", zumal der ja nicht in der gesamten Stadt, sondern nur im Polizeibereich Kalk und Porz geplant...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta