Polizei löst illegale Faschingsfeiern auf

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Die Polizei ging gegen illegale Faschingsfeiern vor (Symbolbild: Getty Images)
Die Polizei ging gegen illegale Faschingsfeiern vor (Symbolbild: Getty Images)

Trotz Corona haben im bayerischen Schwangau nach Schätzungen der Polizei rund 100 Menschen auf der Straße Fasching gefeiert. Zeugen beobachteten das Geschehen in der 3000-Einwohner-Gemeinde und riefen die Polizei, wie die Polizei am Montag mitteilte. In einer Nebenstraße fanden die Beamten dann am Sonntagnachmittag drei Faschingswägen, zahlreiche verkleidete Menschen und Zuschauer vor.

Beim Anblick der uniformierten Beamten hätten einige Teilnehmer des unerlaubten Faschingszuges die Flucht ergriffen. Die Polizisten lösten das närrische Treiben auf, nahmen die Personalien von rund 20 verbliebenen Feiernden und Zuschauern auf und gaben diese an das Landratsamt weiter.

"Der Organisator der Veranstaltung muss mit bis zu 5000 Euro Bußgeld rechnen", sagte ein Polizeisprecher. "Sofern er ermittelt werden kann." Für die übrigen Teilnehmer könne die verbotene Feier bis zu 500 Euro kosten. Kein Bußgeld sei fällig, wenn man nur zufällig vorbeigekommen sei und die Abstandsregel eingehalten habe.

Ski-Fasching im Erzgebirgskreis

Auch in einem Ortsteil der Stadt Marienberg im sächsischen Erzgebirgskreis hatten sich mehrere Personen ohne Beachtung von Hygienemaßnahmen zum Ski-Fasching versammelt. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es Hinweise, dass es sich dabei um etwa 100 Personen gehandelt habe. Die Feier am Sonntagnachmittag sei ohne Mund-/Nasen-Bedeckungen und ohne Einhalten der Abstandsregeln abgehalten worden. 

Mit dem Eintreffen der Polizei konnte ein Großteil der Feiernden die Veranstaltung zügig auf ihren Skiern verlassen. Die genaue Personenanzahl könne deshalb nicht bestätigt werden. Die Polizei ermittelt nun wegen Nichteinhaltung der sächsischen Corona-Schutzverordnung.

Viele Verstöße gegen Corona-Regeln in Köln

Der Ordnungsdienst in Köln hat am Karnevalswochenende viele Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung geahndet. "Man hatte das Gefühl, es ist Hochsommer und wir fahren ohne Verschnaufpause von Veranstaltung zu Veranstaltung", zitierte die Stadt einen Mitarbeiter.

Allein am Samstag seien 24 verbotene Zusammenkünfte im privaten Raum, darunter auch Partys, aufgelöst worden, teilte die Stadt mit. Auf 111 Personen komme ein Bußgeldverfahren zu. Auch im öffentlichen Raum seien Verstöße gegen das Ansammlungs- und Kontaktverbot geahndet worden. Das Bußgeld betrage in beiden Fällen pro Person 250 Euro. Auch an den beiden letzten Karnevalstagen werde Hinweisen auf verbotene Partys und Verstöße nachgegangen, erklärte die Stadt.

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