Polizei "insgesamt zufrieden" mit Kölner Silvesternacht

Feuerwerksraketen in Köln

Zwei Jahre nach den massenhaften Übergriffen in Köln hat sich die Polizei "insgesamt zufrieden" mit dem Verlauf der Silvesternacht in der nordrhein-westfälischen Metropole gezeigt. "Die Menschen haben flächendeckend entspannt, friedlich und ausgelassen in das neue Jahr gefeiert", erklärte Polizeipräsident Uwe Jacob am Montag. Die meisten Feiernden hätten die Aufrufe zu einem umsichtigen Miteinander beherzigt und damit für eine "entspannte Einsatzlage für die Sicherheitskräfte" gesorgt.

Die von der Stadt, der Bundespolizei und der Polizei Köln gemeinsam abgestimmten Einsatzkonzepte hätten flächendeckend Wirkung gezeigt, erklärte die Polizei. Die Uniformierten hätten überall dort eingegriffen, wo Menschen aggressiv gewesen seien oder gefährliche Situationen herbeigeführt hätten. Vermehrt hatten es die Polizisten demnach mit Schlägereien und Streitigkeiten zu tun. Regelmäßig mussten die Beamten aber auch Menschen zum verantwortungsvollen Umgang mit Silvesterfeuerwerk ermahnen.

Bis zum Neujahrsmorgen um 10.00 Uhr nahm die Polizei 205 Strafanzeigen auf; im Vorjahr waren es 231. Insgesamt wurden neun Straftaten mit sexuellem Hintergrund zur Anzeige gebracht. Neben einem Fall von Exhibitionismus und zwei Fällen der sexuellen Nötigung habe es sich dabei ausschließlich um Tatbestände der sexuellen Belästigung gehandelt, erklärte die Polizei.

In der Silvesternacht von 2015 auf 2016 hatten es rund um den Kölner Hauptbahnhof und den Dom massenhaft sexuelle Übergriffe gegen Frauen sowie andere Straftaten wie etwa Diebstähle gegeben. Diese waren aus einer großen Menge heraus verübt worden. Viele Beschuldigte waren nordafrikanischer Herkunft. Die Ereignisse sorgten bundesweit für Entsetzen und emotionale Diskussionen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) erklärte am Montag, das seit Monaten entwickelte Konzept der Stadt und der Polizeibehörden habe gegriffen. "Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass auf dem Roncalliplatz und in der Altstadt wieder viele Kölnerinnen und Kölner sowie Besucher aller Generationen zu sehen waren, die im vergangenen Jahr den Platz noch gemieden haben", erklärte Reker.