Polizei in Bayern entdeckt 45 Flüchtlinge an Autobahn und auf Güterzug

Blaulicht der Polizei

An einer Autobahn in Mittelfranken und in einem Güterzug in Rosenheim hat die Polizei in Bayern insgesamt 45 Flüchtlinge entdeckt. Im Bereich eines Autobahnparkplatzes an der A6 bei Altdorf trafen die Beamten 25 offenbar von den Fahrern eines Sattelzugs ausgesetzte Menschen an, wie die Polizei in Nürnberg am Donnerstag mitteilte. In dem Güterzug hatten sich laut Bundespolizeidirektion München 20 Afrikaner versteckt.

Die Flüchtlinge an der A6 wurden den Angaben zufolge bereits am Dienstag entdeckt und stammen aus dem Irak oder dem Iran. Laut Polizei handelte es sich um zwölf Erwachsene und 13 Kinder im Alter zwischen einem und sieben Jahren. Alle waren unverletzt. Die Migranten wurden in die zentrale Aufnahmestelle nach Zirndorf gebracht.

Die Afrikaner auf dem Güterzug wurden am Mittwoch bei einer Kontrolle durch Bundespolizisten am Rosenheimer Bahnhof unten den Planen von zwei Lkw-Aufliegern entdeckt. Die 18 Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 15 und 38 Jahren stammten laut Bundespolizei überwiegend aus Nigeria, Sierra Leone und Gambia.

Zwei minderjährige Afrikanerinnen übergaben die Bundespolizisten der Obhut des zuständigen Jugendamts, 15 weitere Flüchtlinge wurden nach Österreich zurückgewiesen - ihnen kam es den Angaben zufolge offenbar nicht auf Schutz in der Bundesrepublik an.

Einen per Untersuchungshaftbefehl gesuchten Marokkaner brachten die Bundespolizisten ins Gefängnis. Zwei junge Männer aus Burkina Faso und Sierra Leone, gegen die eine Wiedereinreisesperre nach Deutschland besteht, wurden von einem Richter zu jeweils 600 Euro Geldstrafe verurteilt. Da sie den Betrag nicht aufbringen konnten, wurden sie in Ersatzhaft genommen.