Politiker fordert Pflicht zum Singen der Hymne

Milena Belogortseva
Timo Werner (Mitte) spricht sich für ein Özil-Comeback aus

Im Zuge des Rücktritts von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft wird nun wieder das Mitsingen der deutschen Nationalhymne thematisiert.

Nach Meinung des FDP-Fraktionschefs in Baden-Württemberg, Hans-Ulrich Rülke, sollten deutsche Auswahlspieler zum Singen der Nationalhymne verpflichtet werden.

"Es ist nicht zu viel von einem Fußballspieler verlangt, die Nationalhymne mitzusingen", sagte Rülke der Heilbronner Stimme. Diese Identifikation mit einem Land werde gebraucht, deshalb forderten die Fans so etwas "völlig zu recht."

Özil, der am vergangenen Sonntag Woche aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten war, hat dies bekanntlich im Laufe seiner Karriere nie getan. Die Debatte darüber gibt es allerdings schon länger. 


Politiker übt Kritik an Grindel 

Im Umgang mit dem Profi des FC Arsenal hätten DFB-Präsident Reinhard Grindel, Trainer und der Beraterstab schon seit langem "völlig falsche Signale gesetzt. Man hätte von vornherein sagen müssen, entweder du singst bei der Nationalhymne mit oder du bist bei uns fehl am Platz", so Rülke.

Bei seinem Rücktritt kritisierte Özil per Twitter den Umgang des DFB, der deutschen Medien und Sponsoren mit ihm. Ein Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte im Vorfeld der WM die Affäre ausgelöst.