Politik, Fußball und ein tragisches Schicksal – spannender Talk bei „Markus Lanz“

Moderator Markus Lanz mit seinen Talk-Gästen. (Bild: Screenshot ZDF)

Fakten, Spekulationen und Emotionen – bei „Markus Lanz“ standen am Mittwochabend gleich mehrere Themen auf der Agenda. Besonders ein Überlebender eines Flugzeugabsturzes, der zu Gast war, blieb in Erinnerung.

Es war eine gemischte Runde, die bei der vergangenen Sendung des Moderators Markus Lanz Platz nahm. Zu Gast waren St. Paulis technischer Direktor Ewald Lienen, TV-Koch Steffen Henssler, Ex-Hobby-Pilot Bernhard Heitz und Politik-Journalist Robin Alexander, der zuerst zu Wort kam.

Die Sendung startete mit einem Blick auf die mögliche Jamaika-Koalition. Alexander sei sich allerdings immer weniger sicher, ob diese wirklich zustande kommt. Grund für diese Verunsicherung sei die Dauer der Gespräche und die fehlenden Durchbrüche. Aus Erzählungen weiß der Journalist außerdem, dass Angela Merkel einen Blick von oben auf die Verhandlungen habe. „Ich persönlich erkläre mir das so: Sie ist schon wieder dabei, in die Schiedsrichterrolle zu kommen.“ So achtete sie mit einer Uhr penibel darauf, dass jedes Eingangsstatement nur drei Minuten dauere.

Robin Alexander sprach über die Jamaika-Koalition. (Bild: ZDF Screenshot)

Außerdem machte der politische Korrespondent darauf aufmerksam, dass sich die Bundeskanzlerin bisher öffentlich mit Aussagen zur möglichen Koalition komplett zurückgehalten habe. „Ich glaube, es ist klug, dass sie das Pulver trocken hält, denn die eigentlichen Verhandlungen kommen noch – wo es dann richtig hart auf hart geht“, so Alexander. „Aber ich glaube auch, ihr ist die Situation unwohl, dass relativ viel aus den Verhandlungen rausdringt.“

Bernhard Heitz berichtete von seinem tragischen Unfall. (Bild: Screenshot ZDF)

Nach der Politikdebatte sorgte Bernhard Heitz für Emotionen im TV-Studio. 1997 überredete ihn ein Freund, eine gemeinsame Weltreise zu wagen. „Da er Pilot war, wollte er das mit dem eigenen Flugzeug machen“, erinnert sich Heitz zurück. Doch diese Reise sollte sein Leben komplett verändern. Über Kanada stürzte das einmotorige Kleinflugzeug ab – es grenzte an ein Wunder, dass Heitz überhaupt überlebte, denn 85 Prozent seiner Haut verbrannten.

Als 1998 gerade die Fußball-WM stattfand, sah sich das Brandopfer erstmals im Spiegel. „Ich habe nicht gewusst, dass ich eine Gesichtsverletzung habe“, erzählte er in der Fernsehrunde. „Ich habe mich dann im Spiegel gesehen, habe gedacht ‚oh’ und wollte dann wieder Fußball gucken. Mir fehlt irgendwie das Gen zu erkennen, wie schlimm es eigentlich ist.“ Die Freude am Leben habe Heitz trotz des tragischen Unfalls nie verloren. Er ist unter anderem Mitbegründer von „Phoenix Deutschland“ – eine Organisation, die sich für Brandopfer einsetzt.

Außerdem zu Gast war Ewald Lienen, der über seine ehemalige Karriere als Fußballspieler, sein politisches Engagement und finanzielle Ausschüsse im Fußball sprach. Auch Steffen Henssler zeigte sich von seiner sportlichen Seite und ließ die Zuschauer von seiner Box-Leidenschaft wissen. Tatsächlich wollte der Restaurantbesitzer nach seiner Lehre eigentlich Boxer werden, trainierte sogar sechs Tage die Woche in einem Verein. Heute ist er als berühmter Star-Koch und Fernsehpersönlichkeit bekannt.