Politik: Der Digitalfunk der Berliner Polizei muss funktionieren

Digitalfunk bei der Polizei

Im Krisenfall ist Kommunikation besonders wichtig und muss einwandfrei funktionieren. Ist das nicht der Fall, ist der Einsatz in Gefahr oder stehen gar Menschenleben auf dem Spiel – nicht nur das von Hilfebedürftigen, sondern auch das der Rettungskräfte. Dass es Probleme beim Digitalfunk gibt, ist seit längerer Zeit bekannt. Das System scheint nicht ausgereift.

Nach den tödlichen Schüssen im Benjamin-Franklin-Krankenhaus im Juli vergangenen Jahres steckten Polizisten plötzlich im Funkloch. Hätte es neben dem Schützen noch weitere Angreifer gegeben, hätte das für die Beamten lebensgefährlich werden können. Als Grund für die Störungen machte man damals den dicken Stahlbeton aus. In der vergangenen Silvesternacht fielen dann reihenweise die Statustasten der Funkgeräte aus. Das hatte zur Folge, dass die Einsatzleitzentrale von den Beamten auf der Straße teilweise falsche Meldungen bekam. Stellenweise funktionierten die Tasten gar nicht.

Gezielte Kommunikation stellenweise nicht möglich

Nun ist ein weiteres Problem aufgetaucht. Funkgeräte wählten sich offenbar in andere Anlagen ein. Eine gezielte Kommunikation war stellenweise nicht mehr möglich. Und das – wie im Fall des Breitscheidplatzes – nach einem Terroranschlag. Dabei ist gerade bei einer diffusen Lage mit Hunderten Rettungskräften und Polizisten eine einwandfreie Kommunikation wichtig. Dafür reicht eigentlich ein einfaches Gedankenspiel. Was wäre gewesen, wenn es einen zweiten Attentäter gegeben hätte und die Bedrohungslage n...

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