POLITIK: Baerbock besucht Pakistan, Griechenland und Türkei

BERLIN (dpa-AFX) - Außenministerin Annalena Baerbock bricht an diesem Montagabend (ca. 18.00 Uhr) zu einer viertägigen Reise nach Pakistan, Griechenland und in die Türkei auf. Am Dienstag und Mittwoch will die Grünen-Politikerin in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche mit Premierminister Shehbaz Sharif und mit ihrem Amtskollegen Bilawal Bhutto Zardari führen. Auf allen drei Reisestationen sind nach Angaben einer Sprecherin des Auswärtigen Amtes neben umfassenden Treffen mit Vertretern der jeweiligen Regierungen auch Gespräche mit der Zivilgesellschaft geplant.

In Pakistan plant Baerbock zudem einen Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der deutschen Botschaft sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Diese arbeiten seit Monaten an der Weiterreise von aus Afghanistan geflüchteten besonders schutzbedürftigen Menschen. Die Ministerin will in Islamabad auch mit Afghaninnen und Afghanen sprechen, die sich dort gerade aufhalten und mit deutscher Unterstützung weiterreisen wollen.

In Griechenland sind am Donnerstag Gespräche mit Regierungsvertretern ebenso wie mit Vertretern der Zivilgesellschaft geplant. Unter anderem will Baerbock mit Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sprechen. Zudem ist ein Treffen mit Außenminister Nikos Dendias geplant. Auch in der Türkei sind zahlreiche Gespräche vorgesehen. Dort will Baerbock unter anderem mit ihrem Amtskollegen Mevlüt Çavusoglu sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft und auch aus der Wirtschaft zusammentreffen.

Zwischen Ankara und Athen gibt es starke politische Spannungen. Die beiden Nato-Mitglieder streiten über Erdgas, Hoheitsgebiete, Migration und andere Themen. Bei Baerbocks Besuch in der Türkei dürfte es vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine auch um das Veto Ankaras gegen einen Nato-Beitritt von Finnland und Schweden gehen. Die Türkei stellt sich als einziges Mitglied der Allianz dagegen. Ankara macht Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Unterstützung beider Länder für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Kurdenmiliz YPG in Syrien geltend.

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