"Politbarometer": Union baut Vorsprung vor SPD aus

Die Union hat im ZDF-"Politbarometer" ihren Vorsprung vor der SPD ausgebaut. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten CDU/CSU einen Prozentpunkt auf 40 Prozent zulegen. Die SPD würde um einen Punkt auf 24 Prozent absacken

Die Union hat im ZDF-"Politbarometer" ihren Vorsprung vor der SPD ausgebaut. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten CDU/CSU laut der am Freitag veröffentlichten Umfrage einen Prozentpunkt auf 40 Prozent zulegen. Die SPD würde um einen Punkt auf 24 Prozent absacken. Die Linke erhielte weiterhin neun Prozent, Grüne und FDP kämen unverändert auf acht Prozent. Die AfD würde bei sieben Prozent verharren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) baut zudem den Vorsprung vor ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz noch einmal leicht aus. Eine deutliche Mehrheit von 59 Prozent der Befragten wünscht sich weiterhin Merkel als Kanzlerin, bei der vorherigen Umfrage im Juni waren es 58 Prozent. Für Schulz sprechen sich 30 Prozent aus, er verliert damit einen Prozentpunkt.

Merkel führt auch die Liste der nach Meinung der Befragten zehn wichtigsten Politiker an. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf kommt sie auf einen Durchschnittswert von 2,3. Das ist ihr bester Wert im "Politbarometer" seit September 2015. Auf dem zweiten und dritten Rang folgen Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit 1,8 und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,7.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) legt deutlich zu und liegt mit 1,3 nun auf dem vierten Platz, gefolgt von FDP-Chef Christian Lindner und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit jeweils 1,1. Auf Platz sieben und acht landen Grünen-Chef Cem Özdemir und der SPD-Vorsitzende Schulz mit jeweils 0,7. Am Ende der Liste kommen der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf Werte von 0,6 und 0,3.

Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1321 Wahlberechtigte. Umfragen haben grundsätzlich einen Fehlerbereich. Dieser liegt den Angaben zufolge beim Politbarometer bei einem Wert von 40 Prozent bei drei Prozentpunkten, bei zehn Prozent bei zwei Punkten.