Polen nimmt weiter keine Flüchtlinge auf - außer Ukrainern

Polen bleibt bei seiner Haltung, es wolle keine Flüchtlinge aufnehmen – jedenfalls keine aus Nordafrika und dem Nahen Osten.

Das sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki zu Neujahr in einem Fernsehgespräch.

Auch letzten Monat, gleich nach seinem Amtsantritt, hatte er das bekräftigt und sich dabei auch gegen eine „Erpressung“ durch die EU verwehrt.

Jetzt verwies er darauf, dass diese Haltung schon auf das Wahlprogramm seiner konservativen PiS-Partei von 2015 zurückgehe.

Aufgenommen werden allerdings Flüchtlinge aus der Ukraine. Damit trage man stark zum Abbau der Spannungen dort bei, sagte Morawiecki.

Zehntausende habe man schon aufgenommen, vielleicht schon hunderttausend; Asyl würden sie jedoch nicht bekommen.

Der mangelnde Aufnahmewille für Flüchtlinge ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Polen und der Europäischen Union.

Auch Tschechien und Ungarn lehnen aber eine Aufnahme weitgehend ab.