Freispruch: Lance Stroll darf Istanbul-Pole behalten

Norman Fischer
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Lance Stroll hat noch einmal Glück gehabt und darf seine Pole-Position beim Großen Preis der Türkei behalten. Der Racing-Point-Pilot geriet nach der Qualifikation in das Visier der Rennkommissare, weil er seine Bestzeit in Q3 unter gelben Flaggen gefahren hatte, die ausgerechnet von Teamkollege Sergio Perez in Kurve 7 ausgelöst worden waren.

Perez hatte hinter Antonio Giovinazzi die Kontrolle über sein Auto verloren und sich in der Kurve gedreht. In der Auslaufzone wurde er von seinem Team angewiesen zu warten, bis Stroll vorbeigefahren war.

Die Rennkommissare untersuchten den Vorfall und werten dabei neben Aussagen von Stroll und Teamvertretern auch Videoaufnahmen und Telemetriedaten aus. Diese Daten hätten gezeigt, dass Stroll eindeutig vom Gas ging, sich in die Kurve rollen ließ und erst dann wieder Gas gab, als er das gestrandete Auto passiert hatte.

Zwar hatte Stroll in diesem Sektor eine persönliche Bestzeit gefahren, doch die Kommissare merken an, dass dies bei nassen Bedingungen nicht unbedingt etwas zu sagen habe. "Die Strecke trocknete rapide ab, und jede Runde war schneller als die vorherige", so die Begründung.

Damit startet Stroll am Sonntag zum ersten Mal einen Grand Prix von der Pole-Position aus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.