Ungewöhnliche Vorher-Nachher-Selfies: „Ich mag mich mit jedem Gewicht, solange ich glücklich bin“

(Photo: Instagram/La’Tecia Thomas)

La’Tecia Thomas ist eine australische Maskenbildnerin und ein Curvy-Model, das Frauen sowohl durch seine Arbeit in der Branche als auch mit seinen klugen Worten zu einem positiven Körperbild inspiriert. In einem aktuellen Instagram-Post zeigte Thomas zwei Fotos von sich nebeneinander, um ihre persönliche Verwandlung von 2014 bis heute zu verdeutlichen. Auch wenn man aufgrund der Fotos denken könnte, die Verwandlung sei rein körperlich, so gibt der Inhalt des Posts tiefgreifenderen Aufschluss darüber, warum die Fotos von damals und heute so viel mehr sind.


Ich scrollte durch die Bilder auf meinem Handy und fand dieses alte Foto aus der Zeit, als ich für einen Bikini-Wettbewerb trainierte. So viele Leute werden dieses Foto ansehen und Vergleiche zu meinem heutigen Körper ziehen und sagen, sie bevorzugen mich ‚vorher‘. Ich mag mich mit jedem Gewicht, solange ich glücklich bin. Es ist okay, sich selbst zu lieben, egal welche Konfektionsgröße man hat. Ich erinnere mich noch daran, wie unglücklich ich war, als das linke Bild gemacht wurde, ich hasste gewisse Teile meines Körpers, besonders meinen Hintern/meine Oberschenkel, denn dies waren die Körperteile, an denen es am schwierigsten war, abzunehmen. Ich hatte so viele Unsicherheiten, ich verglich mich mit anderen Frauen und mir fehlte es an Selbstbewusstsein. Seit ich meine Sicht auf das Leben geändert und gelernt habe, mich so zu lieben wie ich bin, weiß ich, dass – wenn ich hypothetisch gesehen zu dem zurückkehren würde, wie ich war – ich so viel glücklicher und zufriedener wäre als ich war, denn ich habe gelernt, mich zu lieben. Deine geistige Gesundheit ist genauso wichtig wie deine körperliche. Ich sage auch nicht, dass es gut ist, faul zu sein und ungesunde Entscheidungen zu treffen, ich glaube, es geht darum, eine Balance zu finden, höre auf deinen Körper, du weißt, was am besten für ihn ist.

Im Bild links ist Thomas dünner und stereotypisch „fitter“ als im kurvigen Foto rechts. Allerdings ist das zweite das aktuellere – und sie glaubt, es zeigt ihr glücklicheres und gesünderes Selbst. „Ich scrollte durch die Bilder auf meinem Handy und fand dieses alte Foto aus der Zeit, als ich für einen Bikini-Wettbewerb trainierte. So viele Leute werden dieses Foto ansehen und Vergleiche zu meinem heutigen Körper ziehen und sagen, sie bevorzugen mich ‚vorher‘“, schrieb sie unter das Foto. „Ich mag mich mit jedem Gewicht, solange ich glücklich bin.“

Thomas fährt fort und erklärt, wie sie sich in Bezug auf ihren Körper in der Vergangenheit fühlte. Auch wenn die Leute häufig annehmen, sie sei dünner glücklicher gewesen, gesteht sie, dass es ihr an Selbstbewusstsein fehlte und sie kein Selbstwertgefühl hatte – Dinge, die sie ausführlich in einem Video auf ihrem YouTube-Kanal diskutiert.

Nachdem sie im März die beiden Fotos auf Instagram gepostet hatte, erstellte Thomas ein Video, um ihren Weg zu einem positiven Köperbild ausführlicher zu beschreiben. Sie gab umgehend zu, wie schwer es sein würde, dies umzusetzen und trotzdem hielt sie daran fest, ihre inspirierende Geschichte zu teilen, die bereits im Alter von 13 Jahren begann.

„Gewisse Dinge, die im Leben passieren, prägen dich und deine Gedanken über dich, selbst wenn du älter wirst. Es gab in meinem Leben eine gewisse Person aus meinem Haushalt, die mich immer wieder entmutigte, als ich aufwuchs. Und ich erinnere mich an den Moment, als diese Person sagte: „Du bist fett, du musst abnehmen“, sagte sie in dem Video, „und das prägte sich tief ein.“

Thomas erklärte, dass dieser Kommentar zu dem führte, von dem sie annahm, dass es „sie verändern“ würde – eine extreme Diät und ein Sport-Plan. Nach einem langen Schultag machte Thomas noch dreieinhalb Stunden Sport und aß so gut wie nichts. Dieser Teufelskreis setzte sich fort, als Thomas einen festen Freund hatte, für den Sport über allem stand und der sogar Fotos von durchtrainierten Frauen auf seinem Handy sammelte. Sie erinnert sich an Äußerungen, die er ihr gegenüber machte und die Fragen danach, ob sie ins Fitnessstudio gehe, was sie letztendlich in ein anderes Extrem drängte.


Neues YouTube-Video ist online✨ Mein positives Körperbild, Zufriedenheit und Selbstbewusstein damals vs. heute. Ich sage hier nicht viel dazu, denn alles, was ich zu sagen habe, wird im Video angesprochen, der Link dazu steht in meiner Bio. Es hat mich viel Überwindung gekostet, euch den Vergleich von 2014 zu heute zu zeigen, da gibt es eindeutig körperliche Unterschiede, aber was man nicht sieht – die große Generalüberholung meiner Auffassung, Zufriedenheit und meines Selbstwertgefühls. Hoffentlich hilft das Video jemandem, der die gleichen Probleme hat oder es hilft jemandem, den ihr kennt, der solche Probleme hat. Die Dinge, die ich anspreche, umfassen Erachsenwerden, Entmutigt-Werden, Trainieren, um an einem Sport-Wettbewerb teilzunehmen, warum ich Vegetarierin wurde, wie ich selbstbewusst wurde, Modeln uvm. Ich sage im Video AUSDRÜCKLICH, dass ich nicht versuche, einen ungesunden Lebensstil zu bewerben. Grüße t

2013 entschied sich Thomas, an einem Bikini-Wettbewerb teilzunehmen. „Ich wollte an diesem Wettbewerb teilnehmen, um selbstbewusster zu werden“, erklärte sie. „Das war es, so meine Auffassung damals, was mich glücklich machen und mir zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen würde.“ Wenn sie sich heute ihre Trainings- und Ernährungs-Aufzeichnungen ansieht, erkennt sie, dass sie nach den falschen Dingen strebte.

„Als ich trainierte, wusste ich, dass ich nicht glücklich bin, wenn ich in den Spiegel sah. Ich kann ganz ehrlich behaupten, dass ich, wenn ich heute in den Spiegel schaue, eine glückliche und selbstbewusste Frau bin. Und das hat nichts mit meiner Körpergröße zu tun. Das hat etwas mit meiner Einstellung zu tun und damit, wie ich mich selbst sehe“, sagte sie.


Sehnsucht nach wärmerem Wetter und Spaß in einem Bikini Ich hoffe, alle meine hübschen Ladies wagen sich aus ihrer Komfortzone heraus und tragen Bikinis! Trage einen@swimsuitsforall Bikini

Das Model, das mittlerweile von Bikinis bis zu Dessous in allem posiert, betont in allen ihren Inhalten, dass sie keinen ungesunden Lebensstil befürwortet. Stattdessen macht sie darauf aufmerksam, dass die Verfassung der Psyche genauso wichtig ist wie ein gesunder Körper. Thomas, die mehrmals die Woche zum CrossFit geht, gerne Gewichte stemmt und versucht, in Form zu bleiben, ermutigt jeden, so viel Sport zu treiben, wie man mag, solange es die psychische Gesundheit nicht beeinträchtigt.

„Es ist okay, sich selbst zu lieben, egal welche Konfektionsgröße man hat.“

Kerry Justich