Nach Platzsturm: Holstein Kiel will "konsequent handeln"

SID
Nach Platzsturm: Holstein Kiel will "konsequent handeln"

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel will nach dem Platzsturm konsequent gegen Chaoten aus der eigenen Anhängerschaft vorgehen. "So was wollen wir im Fußball nicht sehen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Schwenke dem NDR: "Wir werden konsequent handeln. Leute, die wir ausmachen, werden wir nicht mehr reinlassen."
Vor der Partie gegen den FC St. Pauli am Dienstagabend waren während des Aufwärmprogramms etwa 25 vermummte Holstein-Sympathisanten auf den Platz gelaufen - offenbar um Fahnen und Banner der gegnerischen Fans in ihren Besitz zu bringen. Ordnungskräfte beruhigten die Lage im Holstein-Stadion und nahmen einige Täter in Gewahrsam. Das Spiel wurde mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen.
Auch St. Paulis Co-Trainer Patrick Glöckner und Profi Sami Allagui gerieten in eine Auseinandersetzung mit vermummten Personen. Torwarttrainer Mathias Hain stoppte einen der Täter mit einer Grätsche. "Unsere Spieler und auch das Funktionsteam haben ausschließlich auf die Angriffe reagiert und sich einer großen Gefahr ausgesetzt", sagte St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig am Mittwoch: "Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen."
St. Paulis Trainer Olaf Janßen sagte nach dem 1:0-Sieg der Hamburger: "Dass Menschen, die nicht ins Fußballstadion gehören, diese Bühne für solche Aktionen nutzen, macht einen traurig und als Trainer auch hilflos."