Plagiatsaffäre? Abgehakt.: Guttenberg ist wieder da und wird gefeiert

Der frühere Verteidigungsminister macht Werbung für seine Partei, die CSU.

Was ist das jetzt unter der glitzernden Discokugel der Kulmbacher Stadthalle? Ein kurzer Bußakt, um das politische Comeback zu starten? Oder persönliche Worte, um lediglich das Publikum für sich einzunehmen? Aber die rund 1200 Gäste in der vollbesetzten Halle sind am Mittwochabend sowieso schon begeistert. Karl-Theodor zu Guttenberg, einst Bundesverteidigungsminister und gestürzt über eine in Teilen abgeschriebene Doktorarbeit, ist wieder da.

Der 45-Jährige ist aus den USA angereist, um Wahlkampf für die CSU zu machen. Erste Station: seine Heimat Kulmbach in Oberfranken. Der Stammsitz seiner Adelsfamilie ist nur ein paar Kilometer entfernt.

Sechs Jahre nach seiner Plagiatsaffäre zeigt er sich zunächst reumütig: „Ich habe alle Konsequenzen ertragen“, sagt Guttenberg. „Aber ich darf auch nach so langer Zeit für mich sagen, jetzt ist auch mal irgendwann gut.“ Applaus brandet auf.

Für Guttenberg ist es genug der Buße

Auf die abgekupferte Dissertation, die seine steile Karriere in der Politik 2011 abrupt unterbrach, geht Guttenberg nicht direkt ein. Er spricht aber von einem „absolut selbst verursachten“ Fehler und von „Spott und Häme“, die er abbekommen habe. Doch genug der Buße. Er kokettiert nun mit dem Thema: Er stehe bewusst vor und nicht hinter dem Rednerpult, sagt Guttenberg betont lässig. Er wolle nicht Gefahr laufen, eine „abgeschriebene Rede“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung