Plötzlicher Kindstod: Diese Stillpraktiken können ein Grund sein

Nadine Cibu
Die Forscher untersuchten Daten aus 20 Jahren.
  • Forscher haben herausgefunden, dass die Zahl von plötzlichen Säuglingstoden in den USA seit 20 Jahren gleich hoch ist
  • Als umstrittene Ursache nennen sie verschiedene Stillpraktiken

Seit über 20 Jahren ist die Zahl an Säuglingen, die bereits vor dem ersten Lebensmonat gestorben sind, gleich hoch geblieben. Das haben US-Forscher in einer aktuellen Studie herausgefunden. 

Stirbt ein Neugeborenes bis zu einem Alter von einem Jahr, obwohl es gesund war und es keine Erklärung für die Todesursache gibt, sprechen Ärzte von einem plötzlichen und unerklärlichen Kindstod – bekannt auch unter dem englischen Begriff “SUID” (sudden unexplained infant death).  

Als mögliche Ursache für die hohe Zahl an Kindstoden führten die Forscher verschiedene Stillpraktiken auf.

Mehr als ein Säugling pro Tag stirbt

Untersucht haben die Wissenschaftler des Newton-Wellesley– / und Massachusetts-Krankenhauses nationale Daten über plötzliche Kindstode im Zeitraum von 1994 bis 2014. 

Mehr zum Thema: Kinderarzt: Dank dem Job der Hebammen haben wir heute viel weniger Komplikationen

Dabei unterteilten sie die Kindstode in zwei Altersgruppen: Jünger als 28 Tage sowie zwischen einem Monat und bis zu einem Jahr.

►Das erstaunliche Ergebnis: Seit 1995 kommen auf 100.000 Geburten elf Säuglingstode – bevor die Kinder einen Monat alt sind. 

“Das ist mehr als ein neugeborenes Baby am Tag, welches an ‘SUID’ stirbt”, erklärte Joel Bass, Studienleiterin und Kinderärztin, gegenüber des Nachrichtenportals “The Wall Street Journal”.

“Ein normales Neugeborenes sollte eigentlich nicht sterben.”

In der zweiten Gruppe, den Babys zwischen einem Monat und einem Jahr, seien die Zahlen um 28 Prozent gesunken. Das heißt, von 101 Säuglingstoden pro 100.000 Geburten auf 78 Tode. 

“Känguru-Methode” als mögliche Ursache

Ein Grund für “SUID” könnte die sogenannte “Känguru-Methode” sein, wie aus dem Studienbericht hervorgeht. Dabei...

Weiterlesen auf HuffPost