Pläne: Alternativstandort für den Markt bleibt

Beginn der Bauarbeiten für Wohnhaus in Braunsfeld verzögert sich bis Anfang 2018

Eigentlich sollten die Bagger längst angerollt sein. Doch der geplante Baubeginn am Braunsfelder Markt verzögert sich ein weiteres Mal. Der Start der Arbeiten war ursprünglich für den 24. Juli geplant. Nun werden sie erst Anfang 2018 beginnen können.

Es ist allerdings auch ein besonderes Vorhaben, dass die Firma Wassermann in Kooperation mit der Firma WvM Immobilien und Projektentwicklung GmbH auf dem Platz neben der Clarenbachkirche umsetzen wird.

Drei vierstöckige Gebäude plus Staffelgeschoss mit insgesamt 67 Wohnungen und 600 Quadratmeter Gewerbefläche sollen dort errichtet werden - und zwar über den Schienen der Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK). Dazu wird ein 150 Meter langer Abschnitt der Gleisanlager übertunnelt. Die Gleise werden angehoben und mit Puffern versehen, damit die Erschütterungen, die die darüber verkehrenden Züge verursachen, abgeschwächt werden und für die neuen Anwohner nicht spürbar sind.

Die Pläne stehen schon lange fest. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sie nach zwei Bürgerwerkstätten endgültig erstellt wurden. Etliche Gutachten und behördliche Prüfungen später hat die Stadtverwaltung die Baugenehmigung erteilt.

Doch nun sieht die Bezirksregierung Köln noch Klärungsbedarf, und zwar in Bezug auf die für den Bau erforderliche Umbettung der Gleisanlagen. Es handele sich vor allem rechtliche Fragen in Zusammenhang mit der Schwingungsreduzierung der Bahngleise, die überbaut werden, so die Auskunft der Behörde.

Der Bauherr reagiert auf die weitere Verzögerung sehr enttäuscht: "Dass die Bezirksregierung Bedenken anmeldet, ist wirklich unerwartet und leider sehr spät. Nun werden wieder Fragen aufgeworfen, die wir eigentlich längst beantwortet haben und auch bei einem persönlichen Treffen zum großen Teil sofort beantworten konnten", sagt Anton Bausinger, Geschäftsführer der Firma Wassermann. "Es ist schade, dass die Fragen ausgerechnet die Gleisarbeiten betreffen, denn damit müssen wir beginnen." Daran, dass die Bezirksregierung grünes Licht gibt, hat Bausinger keine Zweifel. "Ich bin absolut zuversichtlich, dass sie sich klären werden."

Zumindest manche Autofahrer im Viertel werden sich über die Bauverzögerung freuen, denn die Bauherren stellen den Marktplatz bis zum geplanten Baubeginn wieder als Parkfläche zur Verfügung. Der Braunsfelder Markt, der aufgrund des geplanten Baus nun samstags auf dem gesperrten Teil der Kitschburger Straße und mittwochs in einer kleinen Variante an der Kreuzung Aachener, Kitschburger Straße stattfindet, wird allerdings auf seinem Interimsstandort verbleiben. "Er wird dort von den Menschen sehr gut angenommen" so Bausinger, der selbst in Braunsfeld lebt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta