PK aus dem Flugzeug: Felix da Costa blickt auf Formel-E-Titel zurück

Mario Fritzsche
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Am Freitag werden anlässlich einer coronabedingt angepassten Version der FIA-Gala die Meister 2020 all derer Rennserien geehrt, die vom Automobil-Weltverband veranstaltet werden. Vorab hat die FIA mit den Champions der großen Rennserien einen Konferenztermin via Zoom angesetzt.

Formel-E-Champion Antonio Felix da Costa überraschte dabei mit einem ungewöhnlichen "Standort". Denn anstatt von zu Hause aus klinkte sich der Portugiese aus dem Flugzeug ein: "Sorry. Das ist wohl das für 2020 typischste Interview überhaupt. Ich bin gerade ins Flugzeug gestiegen, um nach Hause zu fliegen. Ich hatte heute viel zu tun. Jetzt wird im Hintergrund über Funk gerade irgendwas durchgesagt. Tut mir leid."

Im Rückblick auf die Formel-E-Saison 2019/20, die er für DS-Techeetah überlegen als Meister abgeschlossen hat, sagt Felix da Costa: "Unsere Saison begann ja schon sehr früh, noch vor der Pandemie und ohne Probleme. Dann wurden wir durch die Pandemie in einen vier- bis fünfmonatigen Lockdown gezwungen. Wir waren gerade richtig gut drauf, als wir unterbrechen mussten."

Die lange Unterbrechung des Rennbetriebs zwischen Ende Februar und Anfang August fand Felix da Costa nicht nur schwierig, sondern auch "gefährlich", wie er sagt: "Für einen Athleten ist es immer gefährlich, auf einem Hoch plötzlich zu stoppen. Denn letzten Endes geht es um das Selbstvertrauen. Das will man natürlich aufrecht erhalten."

In Berlin-Tempelhof brachte Felix da Costa den Titel unter Dach und Fach

In Berlin-Tempelhof brachte Felix da Costa den Titel unter Dach und Fach<span class="copyright">Motorsport Images</span>
In Berlin-Tempelhof brachte Felix da Costa den Titel unter Dach und FachMotorsport Images

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Letzten Endes gelang es Felix da Costa im August aber bei den sechs Rennen in Berlin-Tempelhof souverän, seine Form vom Saisonbeginn zu bestätigen und den Titel einzufahren. "Ich glaube, das Geheimnis bestand darin, Fehler zu vermeiden. Den Titel gewinnt man, indem man so wenig wie möglich schlechte [Renn-]tage zulässt", so der 29-Jährige.

Auch in der bevorstehenden Formel-E-Saison 2021, die am 16./17. Januar mit einem Double-Header in Santiago de Chile beginnt, fährt Felix da Costa wieder für DS-Techeetah. Die Atmosphäre im Team, für das in den beiden Saisons vor seinem eigenen Titelgewinn bereits Jean-Eric Vergne zweimal den Titel einfuhr, bezeichnet der Portugiese als "ansteckend".

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.